Braucht München neue Hochhäuser? Wenn es nach Bauinvestoren geht, scheint die Sache klar zu sein: dann würden 155 Meter hohe Twin Towers das Investment in die ehemalige Paketposthalle „abrunden“. Im Schatten dieser spektakulären architektonischen Maßstabssprengung stehen, so hört man, weitere Hochhausprojekte schon in Lauerstellung. Die Stadt lässt mit einer neuen „Hochhausstudie 2020“, der dritten in vier Jahrzehnten prüfen, wo überhaupt Hochhäuser städtebaulich und standörtlich Sinn machen könnten. Vieles wird aber von ihr nicht beantwortet werden: Was soll der stadtgesellschaftliche Nutzen von Hochhäusern sein; wie wollen wir in München zukünftig leben, wenn wir von Hochhäusern umstellt sind, die jeden Bezug von Urbanität vermissen lassen? Ein Ratsbegehren – auf Antrag des Stadtrats – oder ein Bürgerentscheid könnte, wie schon 2004, wieder einmal Klärung bringen, aber um die Frage der Höhe dieser Bauten allein wird es diesmal nicht gehen können.

Mit dieser Standpunkte-Ausgabe kündigen wir einen zweimonatigen Erscheinungsrhythmus an. Bereits in den vergangenen Jahren haben wir für die Ferienmonate August/September und zum Jahreswechsel für Dezember/Januar Doppelhefte erstellt. Der Arbeitsanfall in der Geschäftsstelle ist in den letzten Monaten angestiegen, auch durch wachsenden Umfang der Standpunkte-Ausgaben, ohne dass dafür zusätzliche Arbeitskapazitäten vorhanden sind. Wir hoffen, dass trotz der verringerten Erscheinungsfolge es uns gelingen wird, unsere Leser/innen regelmäßig über die Arbeit des Münchners Forums und zu Fragen der Stadtentwicklung zu informieren.

 

Ausgabe hier als pdf herunterladen

 

Lesen Sie folgende Beiträge aus dieser Ausgabe direkt hier auf der Website:

Neue Hochhäuser für München?

Hochhäuser in München – die Debatten um ihren Bau verlaufen in Konjunkturen. Auslöser sind meist Investoren, die ein markantes Gebäude mit überragender Höhe im Stadtbild platzieren wollen. Dies zieht öffentliches Interesse auf sich, treibt die Debatte um das Für...