Schienenverkehr
Arbeitskreis

Über uns

Wir verfolgen und erörtern die Anforderungen an das Schienennetz für den Güterfern- und den Personenverkehr aus den kontinentalen Netzen und dem Nahverkehr bis hin zu den innerstädtischen Bahnen. Dabei beziehen wir Analysen des Verkehrsbedarfs im Kontext der Entwicklung der Siedlungsgebiete, Gewerbe-, Bildungs- und Freizeitstandorte und auf Grundlage des Schienennetz-Bestandes am Bahnknoten München mit ein.

Aus Bedarfsanalysen für die Metropolregion München leiten wir eine Vision Schnellbahnnetz 2050 sowie ein Bauprogramm für den R-, S- und U-Bahnausbau bis 2030 inklusive Ertüchtigung der Bahnknoten, Bahnhöfe und Stationen ab. Wir entwickeln Vorschläge für das Verkehrsangebot im Münchner Verkehrsverbund (wie z.B. die Fahrpläne im 10-Minuten – Takt), für den Investitionsbedarf und das Tarifsystem im ÖPNV.

Leitung: Dr. Wolfgang Beyer, Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Zum Thema

Einwendungen gegen Planfeststellung nach § 18 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) für das Vorhaben „Änderung (Erneuerung) der Eisenbahnüberführung über die Lindwurmstraße

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Archiv

Hier haben Sie die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in die Arbeit des Arbeitskreises zu erhalten. Stöbern Sie gerne in unseren Beiträgen, Stellungnahmen und weiteren Publikationen zum Thema.

Positionen des Arbeitskreises // Weitere Veröffentlichungen

Genaueres zu den Positionen des Arbeitskreises zum Münchner Schienenverkehr finden Sie zum Nachlesen in:

Weitere Veröffentlichungen von Mitgliedern des Arbeitskreises:

W. Hesse: S-Bahn-Ringe und weiträumiges ÖV-Netz statt Tieftunnel-Korridor. In: Standpunkte, Online-Magazin des Münchner Forums, Heft 8/9-2016, S. 16-18.

W. Hesse: Garantiert unterirdisch: Der S-Bahn-Tieftunnel in München. In: Standpunkte, Online-Magazin des Münchner Forums, Heft 4-2017, S. 9-11.

W. Hesse: Projekt „Zweite S-Bahn-Stammstrecke“ in München. In: Standpunkte, Online-Magazin des Münchner Forums, Heft 4-2017, S. 11-13.

W. Hesse: Schnellbahnen für die Metropolregion – München braucht ein zukunfts¬weisendes Schienenverkehrskonzept. In: Standpunkte, Online-Magazin des Münchner Forums, Heft 2/3-2018, S. 7-11

W. Hesse: Anmerkungen zu: Agil – mobil – fragil?, „Leistungsfähiger öffentlicher Verkehr …“ und zum „Gelben Kasten“. In: Standpunkte, Online-Magazin des Münchner Forums, Heft 2/3-2018, S. 18

W. Hesse: Schwabing-Wies’n-Tram und Nahverkehrs-Offensive statt U9 – Mehr Öffentlicher Verkehr für weniger Geld! In: Standpunkte, Online-Magazin des Münchner Forums, Heft 5-2018, S. 26-30.

Bahnknoten München

Der Bahnknoten München spielt eine ausgezeichnete Rolle im europäischen Fernverkehrs­(Fv-)Netz. Hier kreuzen sich die Fv-Magistralen Paris – Stuttgart – Wien/Tauern –Balkan und Skandinavien / Polen – Berlin – Italien. Für den Güterverkehr wird in Zukunft die Magistrale Nord-/Osteuropa – Hof – Regensburg – Innsbruck –Brenner höchste Bedeutung erlangen.  Für beide Belange (Fern – und Güterverkehr) besteht in und um München erheblicher Aus­baubedarf: vorwiegend auf den Strecken Münchner Nord- und Ostring, Rosenheim – Kuf­stein sowie München – Mühldorf – Freilassing – Salzburg und Rosenheim – Mühldorf – Landshut  

Regionalbahn / Express-S-Bahn München

Mittel- bis langfristig muss auch die Region außerhalb des bisherigen S-Bahnbereichs besser durch Bahnverkehr erschlossen werden. Dazu dienen die jetzt schon rudimentär vorhande­nen, aber großzügig auszubauenden Regionalbahn („R”) -Linien. Sie bedienen die Stationen im Außenbereich, sind an den S-Bahn-Endpunkten mit der S-Bahn verknüpft und fahren dann auf eigenen Gleisen an den meisten Stationen durch.

Sogenannte „Express-S-Bahnen“, wie z.Zt. von der DB geplant, sind dagegen wegen des beabsichtigten Mischverkehrs mit den langsameren S-Bahnen höchst störungsanfällig und kontraproduktiv. Eine Reduktion der S-Bahn-Frequenz auf 15 Minuten-Betrieb beseitigt die Störungen nicht und ist aus Kapazitätsgründen inakzep­tabel.

Die Grafik zeigt ein mögliches R-Bahnnetz im Jahr 2050, für das auch ein Verbindungs­tunnel zwischen Haupt- und Ostbahnhof Sinn machen könnte. Dieser muss für R- (evtl. auch für Fernzüge) ausgelegt sein, möglichst in nicht zu großer Tiefe verlaufen und sollte in den bestehenden Ostbahnhof eingeführt werden. Die bisherigen Planungen für eine sog. „2. Stammstrecke“ sind in dieser Hinsicht zu revidieren – in der damit gewonnenen Zeit sollten Süd-, Nordring und die Außenstrecken zügig ausgebaut werden.

R-Bahn-System München 2030/50

Siehe auch: https://muenchner-forum.de/2018/02/07/standpunkte-2-3-2018-bahnverkehrsknoten-muenchen/

S-Bahn München / Tieftunnel 2. Stammstrecke

Münchens Innenstadt ist durch die bestehende Stammstrecke Pasing – Hbf – Ostbahnhof mit einer durchschnittlichen Zugfolge von 2 Minuten perfekt in das S-Bahnnetz eingebunden. Probleme und dringender Ausbaubedarf bestehen allerdings in zweierlei Hinsicht:
(1) Die meisten Außenstrecken sind mit den bestehenden 20-Minuten-Takten (abends und am Wochenende z.T. nur 40 Min.) unterversorgt. Der jetzt nur auf wenigen Strecken und zu bestimmten Tageszeiten angebotene 10-Minuten-Takt muss im gesamten Netz zur Regel werden. Eine Umstellung auf Regeltakt 15 – wie in der offiziellen Planung vorgesehen – ist unakzeptabel.
(2) Bei Störungen auf der Stammstrecke muss für leistungsfähige Alternativ-Verbindungen gesorgt sein. Die Erschließung der vorhandenen Ring-Bahntrassen (Süd- und Nordring) für den S-Bahnverkehr löst beide Probleme in idealer Weise: Zusätzliche Züge auf den Außenstrecken werden über die Ringe geleitet und schaffen dort neue Direktverbindungen.


Mögliches S-Bahn-Liniennetz 2030

Auf allen 12 S-Bahn-Außenästen wird der Verkehr der bisherigen Linien (S1 – S7) durch zusätzliche Linien (S11 – S 18) verstärkt. Damit werden die bestehenden 20-Minuten-Takte faktisch zu 10-Minuten-Takten. Fünf der zusätzlichen Linien werden über den Süd- bzw. Nordring tangential um das Zentrum herumgeführt. Insgesamt 10 neue S-Bahnstationen (3 auf dem Südring, 7 auf dem Nordring), die direkt mit den kreuzenden U- und Trambahnlinien verknüpft sind, sorgen für komfor­table neue Direkt- bzw. Umsteige­verbindungen aus dem Umland ins Zentrum und zu den wichtigen Gewerbe-, Wohn- und Freizeitzentren im Münch­ner Norden und Süden. Einen zweiten Innenstadt-Tunnel braucht es dazu zunächst nicht.

Siehe auch:
https://muenchner-forum.de/wp-content/uploads/2017/04/Standpunkte_04_2017.pdf (S. 9-11 & 11-13)

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