Diese Standpunkte-Ausgabe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen „nachhaltiger Quartiersentwicklung“. Lassen wir einmal die grundsätzliche Frage unbeantwortet, ob Städte überhaupt nachhaltig sein können, da in historischer Sicht Städtewachstum immer von Ressourcenzufuhren von außerhalb des Stadtgefüges abhängig war und ist, so hat sich heute doch die Einsicht nicht nur unter aufgeklärten Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch unter Politik- und Planungsverantwortlichen verbreitet, dass es angesichts von Klimawandel, Ressourcenvergeudung, gravierenden negativen Folgen wirtschaftlichen Renditestrebens und sozialer, (stadt)gesellschaftlicher Spaltungsprozesse unabdingbar ist, die Ziele heutiger und morgiger Stadtentwicklung – in toto und in den Quartieren – an den Prämissen sozialer, kultureller, ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit so eng wie möglich auszurichten. Dass sich dabei alte und neue Widersprüche, Konflikte und Unverträglichkeiten auftun, erscheint unvermeidlich, spricht aber vom Grundsatz her nicht gegen das Nachhaltigkeitsziel. Die Beiträge in diesem Heft stecken das Themenfeld ab und skizzieren einige Antwortmöglichkeiten. Vertieft werden diese Fragen im Rahmen einer Veranstaltung des Münchner Forums am 25. Oktober unter dem Titel „Unser Quartier von morgen – Visionen für eine nachhaltige Entwicklung“, die am Beispiel des Domagk-Wohnparks im Münchner Norden entwickelt werden sollen.
Ferner enthält diese Standpunkte-Ausgabe ein Interview mit Frau Brigitta Michail. Sie hat das Urheberrecht an der rekons-truktiven Gestaltung der Alten Akademie inne, deren Wiederaufbau ihr Vater, Professor Josef Wiedemann, geplant und geleitet hatte.

 

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