Anlässlich des ersten bundesweiten Tags der Demokratiegeschichte am 18.03.2026 beteiligte sich das Münchner Forum mit einer Veranstaltung in der Seidlvilla: „Theater, Taten, Triumph: Demokratischer Protest live erzählt“. Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie demokratisches Engagement auf lokaler Ebene wirkt – damals wie heute.
Zeitzeuge und Mitglied des Münchner Forums Martin Fürstenberg berichtete eindrucksvoll von der Bürgerbewegung im Lehel, die sich Anfang der 1970er-Jahre für den Erhalt ihres Wohngebiets und gegen den Ausbau des Altstadtrings Nordost einsetzte. Seine persönlichen Erinnerungen machten deutlich, mit welchem Einsatz und welcher Beharrlichkeit sich Bürgerinnen und Bürger damals für ihre Anliegen stark machten und welche Bedeutung dieser Protest für die Stadtentwicklung Münchens hatte.
Eine besondere Ergänzung erfuhr der Abend durch das Improvisationstheater „SOUTHBOUND“, das die Erzählungen spontan aufgriff und szenisch umsetzte. So entstand eine lebendige Verbindung zwischen historischer Erzählung und künstlerischer Interpretation, die den Zugang zur Demokratiegeschichte auf ungewöhnliche Weise eröffnete.
Auch Marieluise Klühspies teilte persönliche Erinnerungen aus jener Zeit und gab Einblicke in die Erfahrungen rund um das Engagement ihres Mannes Karl Klühspies, einem Mitbegründer des Münchner Forums. Ihre Schilderungen ergänzten die Perspektive der Bürgerbewegung um eine weitere, sehr persönliche Ebene.
In der anschließenden offenen Gesprächsrunde nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, eigene Erlebnisse einzubringen, Fragen zu stellen und Bezüge zur Gegenwart herzustellen. So entstand ein intensiver Austausch über die Bedeutung von zivilgesellschaftlichem Engagement und demokratischer Teilhabe.
Ein besonderer Dank gilt Martin Fürstenberg, dem Impro-Theater „SOUTHBOUND“ sowie Eric Treske, der den Abend als Moderator begleitete.
Bildquellen:
- Martin Fürstenberg © Münchner Forum e.V.: Martin Fürstenberg © Münchner Forum e.V.




