Das neue Jahr eröffnen die Standpunkte mit einem Schwerpunktthema, das eines der ältesten in der Stadtgesellschaft ist: Der Umgang mir Grund und Boden. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche erfasst auch den Boden und degradiert ihn zur Ware. Vor Jahrzehnten war die Reform des Bodenrechts ein politisches Thema. Daran anknüpfend bieten wir in den Beiträgen dieser Ausgabe neben Analysen und Bewertungen des Ist-Zustandes Ausblicke auf Veränderungen und fordern auf zu einer intensiven Debatte zum Thema Bodenrecht. Artikel 161 der Bayerischen Verfassung gibt dazu im positiven Sinne viel her. Wir stellen ihn in der neuen Reihe „Unbekanntes Bayern – Deine Landesverfassung“ vor. Die aktuelle Debatte zu den massiven Wohnungsleerständen in München greifen wir mit einem Beitrag der „Initiative Leerstandsmelder“ auf. Schließlich möchte ich auf meinen Artikel aufmerksam machen, der die neue Hofstatt im Herzen Münchens kritisch im Kontext der veränderten Werte in der Stadtentwicklung betrachtet. Auch hier spielt das Thema „Wer beherrscht die Stadt?“ eine entscheidende Rolle, mit dem sich der gleichnamige Arbeitskreis im Münchner Forum seit Jahren intensiv befasst.

 


Boden

Detlev Sträter Einführung

Bernadette-Julia Felsch Spekulation mit Bauland – Wem gehört der Planwertgewinn?

Martin Fürstenberg Umwandlung von Miethäusern in Eigentumswohnungen – Erschwernis für die Münchner Stadtentwicklung?

Aus unserer kleinen Reihe „Unbekanntes Bayern – Deine Landesverfassung“

Florian Breu Zensus: Was leistet die Gebäude- und Wohnungszählung?

Detlev Sträter Erbbaurecht – Unterbewertetes Instrument zur Bereitstellung kommunaler Liegenschaften

Helmut Steyrer Die Hofstatt – Baustein zur Banalisierung der historischen Altstadt

Lisa Rüffer Ist da niemand? Leerstandsmelder München