Standpunkte 5.2018: Gleichwertige Lebensverhältnisse – was bedeutet das für München?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

München ächzt, platzt aus den Nähten, mobilisiert seine Restflächen fürs Wohnen von erwarteten Zuzüglern, für Verkehrsanlagen, Gewerbe, Schulen und anderes, was auch noch Platz beansprucht. Auf der anderen Seite: Im Norden und anderen Randlagen Bayerns ziehen vor allem junge Menschen fort, wird der Arztbesuch zur Tagesreise, schließen Läden und  Handwerksbetriebe, können Kommunen ihre Aufgaben nicht mehr finanzieren: Ungleiche Entwicklung – ein Fatum, ein schicksalhaftes Gottesurteil? Oder ist sie nicht vielmehr Ausdruck von
falscher Regionalpolitik und ausschließlich an Rendite orientierten wirtschaftlichen Standortentscheidungen? – Ein Volksentscheid erklärte 2013 die Herstellung von „gleichwertigen Lebensverhältnissen und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern, in Stadt und Land“ zum Staatsziel in der Bayerischen Verfassung. Dort steht es jetzt – und nun? Eine Enquetekommission
des Bayerischen Landtags wurde eingesetzt; sie hat darüber nachgedacht, wie man gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in Bayern erreichen könnte. Ihr Bericht wurde dem Landtag im Januar übergeben. In dieser Standpunkte-Ausgabe berichten wir im Schwerpunkt darüber, was die Kommission zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse vorschlägt und was dies für München und die Region bedeuten könnte – zumindest im Ansatz. –

Wir berichten ferner über die Pläne zu einer Entlastungs- und Ergänzungsstrecke im Münchner U-Bahn-Netz und stellen eine günstigere Variante zur Debatte. Und schließlich haben wir noch ein paar Anmerkungen zum Verzicht auf die Einrichtung eines Biergartens in den Maximiliansanlagen, dem isarnahen Landschaftsschutzgebiet.

Wie immer wünschen wir eine ertragreiche Lektüre – und freuen uns über kritische Resonanz, so oder so.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

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