Wir alle sind München

Wir alle sind München

50 Jahre Engagement von Bürgerinnen und Bürgern

Münchner Forum 1968 – 2018

Jubiläumsveranstaltungen des Münchner Forum e.V. in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum

Veranstaltungen & Austellung zum Jubiläum

28. Oktober bis
22. Dezember 2018

Das Münchner Forum ist ein Verein, in dem Bürgerinnen und Bürger seit nun 50 Jahren Stadtentwicklung und Stadtplanung kritisch-konstruktiv begleiten. Der Gründungsanlass im Jahr 1968 waren Proteste gegen den im Generalverkehrsplan und ersten Stadtentwicklungsplan 1963 angestrebten Ausbau Münchens zur „autogerechten Stadt“ zu Lasten von gewachsenen Wohngebieten, Erholungsflächen und histo rischer Bausubstanz. Die Gründung wurde durch den damaligen Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel unterstützt, der den Wert der bürgerschaftlichen Beteiligung an der Zukunft der Stadt erkannte. Das Münchner Forum lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie einer aufmerksamen Stadtgesellschaft. Es erarbeitet eigene Vorschläge und Strategien, trägt Themen in die Stadtöffentlichkeit und setzt sich für eine umfassende bürgerschaftliche Beteiligung an den Belangen der Stadtentwicklung ein.

Vom 28. Oktober bis 22. Dezember 2018 feiert das Münchner Forum e.V. in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum nun sein 50-jähriges Bestehen. Programmpunkte sind drei Diskussionsveranstaltungen, eine Ausstellung zum Thema „Wir alle sind München: 50 Jahre Münchner Forum – Engagement von Bürgerinnen und Bürgern“ (6.11. bis 11.11.2018) im Saal des Münchner Stadtmuseums sowie eine Reihe von Stadtspaziergängen, eine Busexkursion und zwei Filmabende mit Diskussionen im Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums. Alle Veranstaltungen und die Ausstellung sind kostenfrei.

Stadtspaziergang am 28.10.2018 | 16:00 Uhr | Odeonsplatz
Das Kunstareal – verschlungene Wege zu Kunst, Kultur und viel Geld
Das Kunstareal ist das kulturelle Highlight Münchens. Fünf Jahre nach dem Bürgergutachten fragen wir: 
Wie erleben die Bürgerinnen und Bürger heute das Kunstareal? Welche Kultureinrichtungen haben sich verändert, welche kommen neu hinzu? Wer verdient hier sein Geld? Und was ist zu tun, damit das Kunstareal, der Stadtteil und die Altstadt zu einem lebendigen Stadtraum weiter zusammenwachsen? 

Leitung: Martin Fürstenberg


Martin Fürstenberg ist Wirtschaftsgeograph und Stadtplaner und leitet den AK Maxvorstadt/Kunstareal im Münchner Forum.
Der Arbeitskreis setzt sich beharrlich ein für die Umsetzung der Bürgerempfehlungen aus dem Bürgergutachten 2013/2014.
Stadtspaziergang am 3.11.2018 | 14:00 Uhr | Alte Akademie
Wer beherrscht die Stadt?
Der Arbeitskreis „Wer beherrscht die Stadt?“ lädt zu einem Spaziergang durch die Innenstadt ein und stellt einige der Orte vor, mit denen sich der Arbeitskreis in den letzten Jahren unter der Fragestellung: „Wer beherrscht die Stadt?“ auseinandergesetzt hat und auseinandersetzt. Hintergrundinformationen zu diesen Orten sollen einen Eindruck davon vermitteln, wer in der Stadtentwicklung den Ton angibt, wo und warum sich welche Nutzungen durchsetzen und wie Orte in den letzten Jahren (um)gestaltet wurden.

Organisatorin: Bernadette Felsch

Interessantes zu den unterschiedlichen Stationen erfahren Sie von Klaus Bäumler, Dr. Detlev Sträter, KarlHans Pauli, Bernadette-Julia Felsch vom Münchner Forum und den Organisator*innen von Bellevue di Monaco.

Dienstag, 6. November 2018

Stadtspaziergang am 6.11.2018 | 14:00 Uhr | Blaue Schiffsschraube am Deutschen Museum, Ludwigsbrücke
Isarlust – die Wiederentdeckung des innerstädtischen Isarraums
Der Spaziergang führt Neugierige durch den innerstädtischen Isarraum zu aktuell in der Diskussion stehenden Orten wie dem „Isarboulevard“ am Innenstadtufer, dem möglichen „Vorplatz“ von St. Lukas, dem angedachten „Isarflussbad“ aber auch an die kleine Isar, dorthin wo der Biber wohnt und die Natur auch weiterhin geschützt werden soll. Die Führung richtet sich flexibel nach den Interessen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Leitung: Wolfgang Czisch & Benjamin David

Wolfgang Czisch

Wolfgang Czisch, M.A, ehrenamtlicher Stadtrat in München von 1973 bis 1996, Schwerpunkt Stadtplanung, Stadtbereichsleiter der Münchner Volkshochschule von 1985 bis 2007, war von 1999 bis 2013 Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums. Er stellte in seiner Zeit als Stadtrat 1986 den Antrag „Isar-Plan“ mit dem die Isar-Renaturierung ihren Ausgang nahm.

Benjamin David

Benjamin David, ebenfalls seit vielen Jahren im Münchner Forum e.V. im Programmausschuss engagiert, gilt als treibende Kraft der neueren Wiederentdeckung des innerstädtischen Isarraums mit zahlreichen Aktivitäten beim Münchner Forum, den urbanauten, als Vorsitzender des Isarlust e.V. und mit dem Kulturstrand und den öffentlichen Künstlerklavieren „Play me, I’m Yours“ im innerstädtischen Isaraum an wechselnden Orten.

Eröffnung am 6.11.2018 | 18:00 Uhr | Saal des Münchner Stadtmuseums
Feierliche Eröffnung der Ausstellung

Eröffnung & Begrüßung von Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser, 1. Vorsitzender, Münchner Forum e.V. und Dr. Isabella Fehle, Direktorin des Münchner Stadtmuseums

Grußworte der LH München sowie des Planungsreferats: 
Heide Rieke,  Stadträtin,  Sprecherin im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung
Prof. Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin, LH München  

Festvortrag: Gerhard Matzig, Süddeutsche Zeitung:  Die Stadt und ihre Bürger: Partizipation zwischen Chance und Risiko  

Stehempfang 

Musikalische Umrahmung von Zwoa Bier

Ausstellung „Wir alle sind München: 50 Jahre Münchner Forum – Engagement von Bürgerinnen und Bürgern“

Unter dem Titel „Wir alle sind München“ möchte unsere Ausstellung aufzeigen, dass viele Kräfte dazu beigetragen haben, dass München so ist, wie es sich heute darstellt, dass es aber vor allem die Münchner Bürgerinnen und Bürger waren und sind, die die Stadt in ihrer Gestalt und als sozialen Lebensraum mitgeprägt haben. Erfolge, aber auch gescheiterte Bemühungen bürgerschaftlichen Engagements für eine lebens- und liebenswerte Stadt werden anhand ausgewählter Beispiele dargestellt. An vielen dieser Aktionen in den letzten fünf Jahrzehnten war und ist das Münchner Forum unmittelbar beteiligt. Die Ausstellung dient der Erinnerung Älterer, aber auch der Information Jüngerer darüber, was Bürgerinnen und Bürger für die Entwicklung dieser Stadt geleistet haben. Sie möchte alle, gerade auch junge Menschen ermutigen und darin bestärken, sich aktiv in das Geschehen dieser Stadt und seiner vielen so unterschiedlichen Stadtviertel einzumischen, also sich für den Lebensraum vor Ort zu engagieren. Die großen Demonstrationen dieses Jahres wie #ausgehetzt, #ausspekuliert, Jetzt gilt’s, Mia ham’s satt! und andere zeigen, dass die Bereitschaft sich einzusetzen wächst. Anlässe gibt es wahrlich genug.

Die Ausstellung umfasst rund 30 Themen- und Bildtafeln. Zusätzliche Informationen können an Medienstationen abgerufen werden. Begleitet wird die Ausstellung von einer umfangreichen Veranstaltungsreihe mit Diskussionen, Stadtspaziergängen und Filmen.

Öffnungszeiten

Dienstag
16:30 – 18:00 Uhr

Mittwoch
11:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag
11:00 – 18:00 Uhr

Freitag
11:00 – 18:00 Uhr

Samstag
11:00 – 16:00 Uhr

Sonntag
11:00 – 18:00 Uhr

Mittwoch, 7. November 2018

Stadtspaziergang am 7.11.2018 | 14:30 Uhr | Münchner Forum e.V., Geschäftsstelle 
Münchens erste Tochter, die Maxvorstadt
Die Maxvorstadt ist die erste planmäßige Stadterweiterung Münchens nach dem Mittelalter, begonnen zwischen 1805 und 1810 auf einem zunächst streng rechteckigen Raster. Als Gartenstadt erdacht, als Kunst-, Wissenschafts- und Wohnstadt heute ein wichtiger Teil Münchens.
Der Spaziergang führt vom Museumsviertel durchs Universitätsviertel bis zum Alten Nördlichen Friedhof.

Leitung: Dr. Oskar Holl

Oskar Holl, Dr. phil., Journalist und Fernsehredakteur bis 2003, 1979-88 Sekretär des Münchner Forums, 2008-14 Vorsitzender des Bezirksausschusses 3 Maxvorstadt.

 

Vortrags- & Diskussionsveranstaltung am 7.11.2018 | 18:00 Uhr | Saal des Münchner Stadtmuseums
Gestaltungskraft Bürgerbeteiligung

Der Aufbruch des bürgerschaftlichen Engagements vor 50 Jahren war die Auseinandersetzung um die Deutungshoheit: Welches Leitbild bestimmt die Stadt?
Was dient dem Gemeinwohl? Damals stand die hoheitliche Planung der „autogerechten Stadt“ gegen den erklärten Bürgerwillen. Die Bürgerinnen und Bürger leisteten Widerstand und konnten Stadtgeschichte mitbestimmen. Und heute? Gibt es noch eine übergeordnete Idee, ein Leitbild der Stadt, das konsensfähig ist? Oder bestimmen Einzelinteressen die öffentliche Auseinandersetzung? Woran entzündet sich der Widerstand heute, wird er vermarktet oder manipuliert? Wo ist die Idee des Gemeinwohls noch lebendig? Das wollen wir anhand konkreter Beispiele aus München ergründen.

Impulsvortrag
Dr. Annette Ohme-Reinicke, Universität Stuttgart:  Partizipation – gewährt oder durchgesetzt? Zur umstrittenen Sicht auf den Bürger

Podium: 
Silvia Gonzalez (Green City e.V.), Max Heisler (Bündnis Bezahlbares Wohnen) Dr. Detlev Sträter (Münchner Forum e.V.), Bernhard Taubenberger (Bayerische Hausbau)

Moderation: Markus Weinkopf, Münchner Forum

Donnerstag, 8. November 2018

Stadtspaziergang am 8.11.2018 | 14:30 Uhr | Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 
Der Viktualienmarkt – wie Bürgergutachterinnen und Bürgergutachter ihn behutsam erneuern wollen
Der Münchner Viktualienmarkt ist bei Einheimischen und Touristen einer der beliebtesten Orte der Stadt. Hygienische und technische Mängel erfordern jedoch Verbesserungen, die “behutsam. sanft. liebevoll” sein sollen. Das Kommunalreferat hat über 100 Münchner Bürgerinnen und Bürger im Zufallsverfahren auswählen lassen, die mit Experten, Händlern und Architekten Empfehlungen erarbeitet haben. Das Bürgergutachten ist bereits in die Planungen und Stadtratsbeschlüsse eingeflossen. Wo und wie, wird auf dem Stadtspaziergang gezeigt. 

Leitung: Prof. Dr. Hilmar Sturm

Prof. Dr. Hilmar Sturm leitete das Bürgergutachten zum Zukunftskonzept Münchner Viktualienmarkt im Auftrag der Landeshauptstadt München, Kommunalreferat, Markthallen München. Seit 2001 konzipiert, organisiert, moderiert und dokumentiert er freiberuflich Bürgerbeteiligungsverfahren, v. a. als Mitgesellschafter des unabhängigen Durchführungsinstituts gfb Gesellschaft für Bürgergutachten. 

Vortrags- & Diskussionsveranstaltung am 8.11.2018 | 18:00 Uhr | Saal des Münchner Stadtmuseums 
Jugend braucht FreiRaumnchen/Stadt mit gestalten! 
Junge Menschen nutzen urbane Freiräume – Straßen, Passagen, öffentliche Plätze, innerstädtische Brachen und Grünflächen – häufig anders als dies Politik, Stadtplanung, Gewerbe und die ältere Stadtgesellschaft vorsieht. Sie haben eigene Vorstellungen zur Gestaltung ihres Lebensumfeldes. Wie können ihre Vorstellungen, ihre Kreativität und ihr Engagement besser in eine zukunftsfähige Stadtentwicklung eingebunden werden? Welche Erfahrungen und Good Practices gibt es? Wie können kommunale Instrumente weiter entwickelt werden? Diesen Fragen wollen wir mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Jugendverbänden und aus Projekten junger Menschen nachgehen.

Impulsvortrag: Prof. Dr. Ulrich Deinet, Hochschule Düsseldorf: Zwischen Bolzplatz und Shopping-Mall: wie eignen sich Jugendliche die Stadt an? Untertitel: Was können wir für die Entwicklung von städtischen Räumen daraus lernen?

Podiumsdiskussion mit zusätzlichen Gästen: Judith Greil (stellvertr. Vorsitzende Kreisjugendring München-Stadt), Jan Weber-Ebnet (Architektur und Schule e.V.), Beatrix Burkhardt (Leitung Spielraumkommission, Stadträtin), Benedict Lang (Münchner Haus der Schülerinnen und Schüler), Mona Madfai und Minh Tran (Young City Movement)

Moderation: Elisabeth Raschke, h3k

Freitag, 9. November 2018

Stadtspaziergang am 9.11.2018 | 14:00 Uhr | Münchner Stadtmuseum, Innenhof 
München laut und leise – Hörspaziergang durch die Isarvorstadt 
Verkehrs- und Freizeitlärm dominieren die Innenstadt. Aber es finden sich auch Oasen der Ruhe. Mit gespitzten Ohren und Schallpegelmessgerät erforschen wir die Isarvorstadt. Wo hat sich in den letzten Jahren etwas verändert, wo verspricht die Lärmminderungsplanung Verbesserungen, welche Forderungen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Lärmaktionsplan sind noch nicht angegangen?

Leitung: Gunhild Preuß-Bayer

Gunhild Preuß-Bayer, kam über den Bund Naturschutz vor 20 Jahren ins Münchner Forum. Sie ist Mitinitiatorin von „Wohnen ohne Auto“. Seit 1999 organisiert sie den „Tag gegen Lärm“ in München und engagiert sich in vielen gemeinsamen Exkursionen und Veranstaltungen im Münchner Forum. Seit 2012 leitet sie den Arbeitskreis „Lärm“ im Münchner Forum. Der Arbeitskreis wurde Anfang 2018 in „Gesunde, lebenswerte Stadt“ umbenannt und öffnet sich damit für weitere Themen wie „gute Luft“, „urbanes Leben ohne Stress“, Gesundheit in der Stadt u.a.

Samstag, 10. November 2018

Bustour am 10.11.2018 | 12:15 Uhr | Bus-Haltestelle St.-Jakobs-Platz, Oberanger
Münchner Forum on tour – Orte des bürgerschaftlichen Widerstands in München
in Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung in Bayern e.V.
Ein Ausflug mit dem Bus zu den Hoch- und Tiefpunkten der Münchner Stadtentwicklung, bei denen das Münchner Forum als Plattform engagierter Diskussionen um die Stadtentwicklung Münchens und damit bürgerlicher Widerstand und Beteiligung an Planung, eine entscheidende Rolle gespielt haben: u.a. bei der Verhinderung des Altstadtrings-Südost mit geplanter Querung des Viktualienmarktes, beim Bau des Altstadtrings- Nordost und der Untertunnelung des Prinz-Carl-Palais, beim Erhalt der Seidlvilla in Schwabing, bei der Sanierung des Westends, der Rückgewinnung von öffentlichem Raum sowie bei Standortfragen von Kulturbauten.

Leitung: Franz Schiermeier

Franz Schiermeier Verlag/Münchner Forum e.V. 
Fishbowl- & Diskussionsveranstaltung am 10.11.2018 | 16:00 Uhr | Saal des Münchner Stadtmuseums 
Bürgerengagement und Stadtentwicklung: Erfahrungen aus anderen Städten
in Kooperation mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Ein neues bürgerschaftliches Selbstbewusstsein entwickelt sich. Bürgerinnen und Bürger überlassen die Zukunft ihrer Städte und Gemeinden nicht länger allein Investoren, Planung und Politik. Zum Beispiel in Stuttgart, Dresden, Wien, Passau mischen sich Bürgerinnen und Bürger intensiv bei Stadtplanung und Städtebau ein. Wie laufen in diesen Städten die Beteiligungsprozesse ab? Wie dringen Bürger mit ihren Ideen durch? Wie ernst werden sie genommen? Wie gelingt die Sollbruchstelle Umsetzung? Wie gewinnt man verlorenes Vertrauen der Bevölkerung zurück? Wie gelingen allseits zufriedenstellende Lösungen im Spagat zwischen widerstreitenden Interessen? Was können Bürgerforen hier leisten? 

Im Fischbowl sprechen über ihre Projekte

Dr. Ditmar Hunger , Entwicklungsforum Dresden
Sebastian Sage, Stadtplanungsforum Stuttgart
Lisa Purker, Plansinn GmbH, Wien
Friedrich Brunner, Forum Passau e.V.
Ein bunter Abend am 10.11.2018 | ab 19:00 Uhr | Saal des Münchner Stadtmuseums 
Auf weitere 50 Jahre! Das Münchner Forum und seine Gäste feiern.

Programm: Wir ziehen Bilanz: Worte für weitere 50 Jahre!,  Dr. Detlev Sträter (1. Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums) 

Im Anschluss: Impro a la turka, Improvisationstheater und Get-together

Sonntag, 11. November 2018

Stadtspaziergang am 11.11.2018 | 11:00 Uhr | Müllersches Volksbad, Haupteingang 
Volksbad, Isarinseln und Maximiliansanlagen 

Seit der Renaturierung ist die Isar mit ihren Inseln als innerstädtisches Naherholungsgebiet neu entdeckt worden. Das schlossartige Turbinenhaus des malerischen Maximilianswerkes unterhalb der Maximiliansbrücke war vor kurzem wegen der geplanten Ansiedlung eines Biergartens im Gespräch. Schade, dass der Blick auf die Silhouette der Stadt und auf den Fluss vom Isarhochufer von den Planer*innen zu wenig geschätzt wird. Heute dominiert weitgehend fensterlose Architektur (Gasteig und Sudetendeutsches Museum) diese sensible Zone. Durch  den jahrzehntelangen Wildwuchs entlang des ehemaligen Panoramaweges ist ein Blick nur von einigen wenigen Stellen aus möglich. Für München eine besondere städtebauliche Chance, die auf ihre Wiederentdeckung wartet. 

Leitung: Dr. Dieter Klein

 

Dieter Klein ist Kunsthistoriker und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Städtebau und Architekturgeschichte, insbesondere mit der Architektur des 19. Jahrhunderts in Deutschland und in der Donau- Monarchie. Seit vielen Jahren ist er als Reiseleiter und  in München als Stadtführer tätig. Erste Kontakte mit dem Münchner Forum entstanden bereits 1972; seit 2004 ist er im Münchner Forum Mitglied des Programmausschusses. In Zusammenarbeit mit dem Münchner Forum e.V. erarbeitete er im Jahr 2008 anlässlich der 850 Jahrfeiern der Stadt München die Publikation sowie gleichnamige Ausstellung “Münchner Maßstäbe” zu den Münchner Architektureinflüssen auf Österreich-Ungarn

Stadtspaziergang am 11.11.2018 | 14:00 Uhr | Sendlinger-Tor-Platz beim Brunnen; Ende Baldeplatz 
Nahmobilität in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 

Aufbauend auf dem für den zweiten Stadtbezirk erstellten Nahmobilitätskonzept erläutert Paul Bickelbacher bei einem Spaziergang wo und welche Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr erreicht werden konnten und wo noch Bedarf besteht. 

Leitung: Paul Bickelbacher

Paul Bickelbacher arbeitet seit 1991 als Stadt- und Verkehrsplaner. Er ist seit über 20 Jahren für die GRÜNEN im Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (BA2) und seit 10 Jahren im Münchner Stadtrat und engagiert sich beim FUSS e.V. (Fachverband Fußverkehr Deutschland), beim ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) und in der SRL (Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung.. 

Nachprogramm

Stadtspaziergang am 16.11.2018 | 14:00 Uhr | Gärtnerplatztheater, Haupteingang 
Der Gärtnerplatz und das Glockenbachviertel 

Die Hans-Sachs-Straße gehört zu den besterhaltenen Münchner Straßenzügen der Gründerzeit, die heute noch einen Eindruck davon vermitteln, wie prachtvoll München um die Jahrhundertwende aus-gesehen haben mag. Die früher reichlich hier fließenden Bäche sind weitgehend verschwunden, an die ehemalige Mühlen- und Sägewerke erinnert heute kaum noch etwas. Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Viertel um den Gärtnerplatz nach Prinzipien des geometrischen Städtebaues systematisch angelegt. In den letzten Jahren ist die Beliebtheit dieses Platzes beim nächtlichen Partyvolk zum Schrecken der Anwohnenden enorm gewachsen.

Leitung: Dr. Dieter Klein

 

Dieter Klein ist Kunsthistoriker und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Städtebau und Architekturgeschichte, insbesondere mit der Architektur des 19. Jahrhunderts in Deutschland und in der Donau- Monarchie. Seit vielen Jahren ist er als Reiseleiter und  in München als Stadtführer tätig. Erste Kontakte mit dem Münchner Forum entstanden bereits 1972; seit 2004 ist er im Münchner Forum Mitglied des Programmausschusses. In Zusammenarbeit mit dem Münchner Forum e.V. erarbeitete er im Jahr 2008 anlässlich der 850 Jahrfeiern der Stadt München die Publikation sowie gleichnamige Ausstellung “Münchner Maßstäbe” zu den Münchner Architektureinflüssen auf Österreich-Ungarn

Bild: Bbb at wikivoyage shared [CC BY-SA 1.0 ], from Wikimedia Commons

Radl-Exkursion am 18.11.2018 | 11:00 Uhr | Katholische Akademie, Haupteingang, Mandlstr. 23  
Grünes München: Wirklichkeit – verpasste Möglichkeiten – Vernetzungs-Chancen

München hat wunderschöne Grünareale. Nicht nur die bekannten entlang Isar & Würm. Sie sind teilweise zur Freude der Radlfahrenden und Stadtwandernden hervorragend vernetzt. Der Münchner Stadtraum enthält weitere Chancen zur Grünvernetzung für „Slow mobility“, die zuweilen jedoch nur sehr schleppend vorwärtsgetrieben werden. Für eine Weiterentwicklung der „Grünen Urbanität“ wird dies jedoch immer bedeutender, sowohl (stadt)klimatisch wie für das ruhigere Erleben der Stadtnatur. Wir wollen einige mit dem Rad erkunden und darüber ins Gespräch kommen.

Leitung: Dr. Rolf Mantler

Dr. Rolf Mantler promovierte zum Thema „Partizipatorische Demokratie in der Münchner Stadtentwicklung“, war Stiftungsleiter (Internatsschulen an Ammersee), inzwischen im Ruhestand. Er ist seit 1972 dem Münchner Forum eng verbunden und engagiert sich dort im Arbeitskreis Öffentliches Grün.

Filmabend & Diskussion am 21.12.2018 | 18:00 Uhr | Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums  
Unsere Städte nach ’45: Teil 1 – Bomben und Bausünden & Teil 2 – Abriss und Protest 

Der zweiteilige Dokumentarfilm zeigt anhand von Interviews und Archivmaterial, wie deutsche Städte nach der Verwüstung durch den Zweiten Weltkrieg durch den Wiederaufbau in den 1950er und 1960er Jahren erneut zerstört wurden. Der Vision der autogerechten Stadt mit breiten Straßen wurden oft die Reste der historischen Innenstädte geopfert. Erst in den 1960er Jahren wurden die großen Pläne an der tristen Wirklichkeit gemessen. Die Jungen rebellierten gegen die modernen Trabantenstädte und besetzten die historischen Stadtquartiere in der Innenstadt.

Bild: Unsere Städte nach ’45, (c): Radio Bremen

Filmabend & Diskussion am 22.12.2018 | 18:00 Uhr | Filmmuseum des Münchner Stadtmuseums  
The Human Scale von Jan Gehl (englisch mit deutschen Untertiteln) 

Am Beispiel von Kopenhagen bewies Architekt und Städteplaner Jan Gehl, dass öffentliche Räume soziales Miteinander fördern und die Einrichtung von Fußgängerzonen, Fahrradstraßen sowie die Wiederbelebung von Parks und Plätzen möglich ist ohne dem Fortschritt im Wege zu stehen. In fünf Kapiteln blickt Andreas Dalsgaard auf die stadtplanerische Arbeit von Gehls Architekten u.a. in Melbourne, Dhaka, New York, Chongqing und in der vom Erdbeben völlig zerstörten Stadt Christchurch.

Bild: Human Scale: (c): Filmwelt

Wir danken unseren Kooperationspartnern und Förderern

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