Stellungnahme des Münchner Forums e.V. zur Novellierung der Münchner Bade- und Bootsverordnung

Als sich Umweltschutzreferent Joachim Lorenz im Mai dieses Jahres nach 22 Jahren in den Ruhestand verabschiedete, bedauerte er es, dass in seiner Amtszeit die Novellierung der Bade- und Bootverordnung nicht abgeschlossen werden konnte.

Der Stadtrat beauftragte das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) bereits im Frühjahr 2005, mit Blick auf den Isar-Plan, die städtische Bade- und Bootverordnung aus dem Jahr 1976 zu novellieren. Ziel war es, die Errungenschaften der „Renaturierung der Isar“ für liberalere Regelungen zu nutzen. Die Münchner Bürgerschaft soll mehr Möglichkeiten zum Baden und Bootfahren bekommen. Das RGU legte 2010 dem Stadtrat einen ersten Entwurf vor, der jedoch von vielen Seiten kritisch gewürdigt wurde. Weiterlesen

Mit Gewalt einen neuen Bahnhof? Vorher wären da noch ein paar Fragen.

Mit der Hauptbahnhofsplanung in München befasst sich die „Aktion gegen den faulen Zauber“. Sie kritisiert den Gigantismus und die Kommerzialisierung des Entwurfs für den neuen Hauptbahnhof, der der Funktion nach das Stadtentree für alle diejenigen darstellt, die mit der Bahn München erreichen. Die Aktion kritisiert den kürzlich von der Deutschen Bahn vorgelegten Neubauentwurf; wir geben die Kritik in Auszügen wieder. Das vollständige Papier ist hier nachzulesen. Weiterlesen

Erkundung der Isar-Hangkante vom Gasteig bis Harlaching

Bei einer Radl-Exkursion des Arbeitskreises Öffentliches Grün am 9. Juni 2015 erfolgte die historisch-aktuelle Erkundung des Isarhochufers zwischen Gasteig und Harlaching, vorbereitet und geleitet von Klaus Bäumler. Den Teilnehmern wurde ein Exkursionsplan, in bewährter Weise gestaltet von Franz Schiermeier, ausgehändigt. Der Arbeitskreis wird die Erkundung durch weitere Exkursionen fortführen.
Die urbane Naturlandschaft der Isar in München steht seit Jahren erfolgreich im Zentrum bürgerschaftlichen Engagements. Mit der Fortführung des Isarplans über die Corneliusbrücke nach Norden sollen in den stadtnahen Isarbereichen weitere auf Stadtsilhouette und Gebirge den Stadtplanern schon Anfang des 20. Jahrhunderts bewusst war, dokumentieren die Brücken mit welchen Eisenbahntrasse und Hangstraßen fußgängerfreundlich überwunden wurden, um den traditionellen Münchner Spazierweg am östlichen Isarhochufer nicht zu unterbrechen.
Ein typischer „weißer Fleck“ ist der knapp zwei Hektar große Kronepark, der als Privatpark angelegt und vor Bebauung bewahrt wurde. Es ist über den Einzelfall hinaus ertragreich, die wenig bekannte Historie dieser städtischen Grünanlage am Nockherberg zu erarbeiten. Die Existenz dieses „öffentlichen Grüns“ geht auf das Engagement von Franz Xaver Schmederer zurück, der Ende des 19. Jahrhunderts in attraktiver landschaftlicher Lage dieses grüne Refugium geschaffen und noch zu Lebzeiten Regelungen getroffen hat, es vor Bodenspekulation zu bewahren.
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Reden über Stadt – Untersuchung der Münchner Akteurslandschaft

Wer redet eigentlich in der Stadt über die Stadt? Welche Aspekte der Stadtentwicklung werden thematisiert, und wer trägt sie in die Öffentlichkeit? Im Masterstudiengang „Urbanistik – Landschaft und Stadt“ an der Technischen Universität München haben sich im vergangenen Semester sechs Studierende mit der Münchner Akteurslandschaft auseinandergesetzt. Unter Leitung von Dr. Agnes Förster untersuchten sie die in München diskutierten Themen, Projekte und Orte der letzten drei Jahre sowie Verbindungen und Verknüpfungen zwischen den lokalenpolitisch-administrativen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Ziel war es, Netzwerk-Strukturen sichtbar zu machen sowie Schnittstellen und Lücken im Münchner Akteursnetz aufzuzeigen. Weiterlesen

“Kommunikation und Zusammenarbeit sind zentrale Schlüssel für die Zukunft der Region” – Interview mit dem Münchner Landrat Christoph Göbel

Standpunkte: Was steht bei Ihnen ganz oben auf der Agenda?

Christoph Göbel: Grundsätzlich und strukturell ist dies die Gesamtentwicklung des prosperierenden Wirtschaftsraumes Region München. Wir sind die Zuzugs- und Wachstumsregion in Deutschland. In der gesamten Region – nur um die Größenordnung anschaulich zu machen – haben wir einen Bedarf an 240.000 Wohneinheiten. Wir haben derzeit allein im Landkreis München fast 330.000 Einwohner und rechnen mit Zuwachs auf 370.000 Einwohner bis 2030. Die Entwicklung bei uns im Landkreis wird bestimmt durch diesen starken Siedlungsdruck, den Flächenbedarf vieler Unternehmen, den hohen Fachkräftenachzug.

Dies betrifft den ganzen Landkreis München und nicht nur einzelne Gemeinden. Es haben sich natürlich Cluster herausgebildet, wie die Aktivitäten der TUM und LMU im Norden des Landkreises (Schwerpunkt Garching, Oberschleißheim) zeigen. Das Biotechnologiecluster  Planegg-Martinsried besticht durch ein eigenes Innovations- und Gründerzentrum. In Unterföhring hat Deutschlands größte Medienlandschaft ihre Standorte. Der älteste Cluster sitzt im Süden des Landkreises in Ottobrunn und Taufkirchen: Ludwig-Bölkow-Campus, EADS, Airbus. Weiterlesen

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