Cover Standpunkte 6./7.202 - Ernährungswende in München

Standpunkte 6./7.2021: Ernaehrungswende in Muenchen

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Liebe Leserin, lieber Leser,

der Klimawandel wird, auch wenn ein Virus das Aufmerksamkeitsfenster derzeit verstellt, die wichtigste zivilisatorische Herausforderung dieser Zeit und der nächsten Generationen sein. Dass die Münchner Stadtpolitik die Klimaneutralität als Ziel benennt und mit Datum versieht, ist ehrenvoll, bleibt aber proklamatorisch, wenn nicht wirklich alle Lebensbereiche unter die Lupe genommen werden, welche klimaschützenden und klimaschonenden Beiträge sie leisten können: Bauen und Wohnen, Arbeiten und Leben, Ernähren und Versorgen und die alles verbindende Mobilität. Allein die Ernährungsweise einer 1,5 Millionen-Metropole hinterlässt einen besonders großen ökologischen Fußabdruck; die Nahrungsmittelherstellung, die Transportwege und die Distributionsbedingungen sind Prüffelder für eine „Ernährungswende“, die – wenn sie gelingen soll – eng verzahnt sein muss mit ihren gesellschaftlichen Voraussetzungen und nachgelagerten Bereichen. Unser Themenheft zur „Ernährungswende in München“ stellt eine Reihe von Ansatzpunkten und Bausteine vor, die zeigen, wie bereits an der Ernährungswende erfolgreich gearbeitet wird, versucht aber zugleich auch eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie schwierig es ist, auf diesem Gebiet einen Systemwandel einzuleiten, wenn dies auf starre ökonomische Strukturen und soziale Gewohnheiten trifft – und wie diese Hürden überwunden werden können.
Wir befassen uns ferner mehrfach mit dem Paketpost-Areal und der damit verknüpften Hochhausdebatte, greifen das Bahn-Thema erneut auf (s. Standpunkte 4./5.2021) und widmen dem Thema ‚Natur(schutz) in der Stadt‘ zwei Beiträge: Die Flächenkategorie „Naturerfahrungsraum“ soll ins BauBG aufgenommen werden, und Umweltbeiräte (wie etwa die Naturschutzbeiräte) sollen nach Vorschlag der Verwaltungsrichter-Vereinigung einen deutlich größeren Stellenwert in Planungs- und Gerichtsverfahren erhalten. Ferner wird auf die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes in Sachen Uhrmacherhäusl hingewiesen. Dieser hat entschieden, die Berufung der LH München gegen das Urteil des Verwaltungsgericht München zuzulassen – ein Etappensieg für den Denkmalschutz.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

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Inhaltsverzeichnis


Ernährungswende in München

Michael Böhm
Stadt braucht Land: Woher kommen Lebensmittel für 1,5 Mio. Menschen?

Bauchplan ).(
Die Saat geht auf

Astrid Engel, Kristin Mayr, Silke Brugger
Münchens Rolle bei der Ernährungsversorgung

Alfons Bauschmid, Veronika Felber-Jansen
Die Stadtgüter München

Silvia Gonzalez
Essbares München

Wolfgang Heidenreich
Aufs Dach steigen – aber natürlich!

Nikolaus Teixeira, Ella von der Haide, Florentine Schiemenz
Die Ernährungswende geht durch Münchens Bauch

Infokasten: Urban Gardening, FoodHub, Kartoffel Kombinat

Daniela Schmid
Ein Plan für die Ernährungswende

Interview mit Siggi, dem Waldgärtner
Wir brauchen ganz andere Konzepte – undwir brauchen Flächen!


Interview mit Dierk Brandt und Gabriele Heller
„Über den Standort Paketpost-Areal neu nachdenken!“

Helmut Steyrer
Mir reicht’s mit den Büschl-Türmen!

Martin Fürstenberg, Ulla Ammermann
Münchner Forum begleitet Bürgergutachten zum Paketpost-Areal

Antrag: Fraktion Die Linke – „Kommunale Bauordnung“

Leserbrief

Wolfgang Hesse
Deutschlandtakt – eine gute Bahn-Initiative auf Abwegen

Hans-Joachim Schemel
Naturerfahrungsraum: Mehr Natur für Münchner Kinder

Georg Kronawitter
Mister Maxvorstadt zum Achtzigsten

Klaus Bäumler
Die Institution des Naturschutzbeirats in seiner 10. Amtsperiode

Klaus Bäumler
Stärkung der Mitwirkung der Naturschutzbeiräte in umweltbezogenen Entscheidungsverfahren

Klaus Bäumler
Uhrmacherhäusl in Giesing: Etappensieg

Buchvorstellung: Corona und die Städte

Bildquellen

  • Cover_STP 6-7_2021_Ernaehrungswende: Geschaeftsstelle

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