Pressemitteilung des AAN zusammen mit PRO BAHN zum Nahverkehrsplan

Klimaneutrale Stadt 2035: konsequenter und schneller Ausbau des Nahverkehrs nötig / zum Stadtratsbeschluss am Mittwoch, den 10. Februar 2021

Der Fahrgastverband PRO BAHN und der AAN (Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr) im Münchner Forum fordern den Stadtrat der Stadt München in einer gemeinsamen Stellungnahme auf, beim Beschluss zum Nahverkehrsplan am kommenden Mittwoch den schnellen und effizienten Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel zu beschließen. Wichtigste Maßnahme ist der konsequente und schnelle Ausbau der Tram. „Wir fordern: Alle priorisierten Tram-Strecken müssen bis spätestens 2035 in Betrieb gehen, rechtzeitig für die Klimaneutrale Stadt ab 2035“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des Fahrgastverbandes PRO BAHN und bezieht sich dabei explizit auf die Tram-Strecken, die die Stadt München in die Kategorien Planen/Bauen, A und B einsortiert hat.

Die politische Vorgabe des Stadtrats ist: München muss bis 2035 klimaneutral sein (Stadtratsbeschluss vom Dezember 2019). Dafür ist das Potential des Öffentlichen Nahverkehrs zu nutzen. Für das Ziel 2035 sind die Maßnahmen vorzuziehen, die pro investiertem Euro die größte Klimawirksamkeit bieten und bis 2035 abgeschlossen werden können. Laut Analyse von PRO BAHN und AAN ist dies im Wesentlichen der Ausbau der Tram. „Trambahnprojekte sparen pro investiertem Euro etwa zweieinhalb bis dreimal so viel CO2 ein wie andere Maßnahmen, daher haben sie höchste Priorität” so Berthold Maier, Sprecher des AAN. Auch die Fahrgastzahlen sind pro ausgegebenem Euro wesentlich höher.

Darüber hinaus fordern die Verbände, dass ausreichend Abstell- und Wartungsmöglichkeiten für Tram und Bus geschaffen werden. Ebenso wird die Stabilisierung des U-Bahnnetzes durch U9 und U29 gefordert. Da ein guter ÖPNV-Anschluss vor der Wohnbebauung fertig sein muss, ergeben sich Schnittstellen zur Siedlungsentwicklung.

Die Finanzierung und Kostenthematik wird durch Vergleich zweier Ausbauvarianten verdeutlicht:

Bei gleichen städtischen Investitionskosten ergibt die Variante eines kombinierten Trambahnbaus mit Realisierung der U29 eine deutliche Verbesserung des ÖPNV in weiten Teilen des Stadtgebietes, verbunden mit der Stabilisierung des U-Bahnbetriebs auf der U1/U2. Die komplette Stellungnahme ist im Internet unter https://www.pro-bahn.de/muenchen/202102-nvp.pdf verfügbar.

Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrats beschließt am kommenden Mittwoch über den Zwischenbericht des Nahverkehrsplans. Die Verwaltung schlägt für U-Bahn und Tram jeweils die Kategorien Planen/Bauen, A, B und C vor. Die Tram-Strecken der Kategorie A sollen bis 2040+, die der Kategorie B danach abgeschlossen werden (gemäß Anlage 1 des Beschlussentwurfs). Der Fahrgastverband PRO BAHN und der AAN (Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr) im Münchner Forum fordern eine deutliche Beschleunigung der Umsetzung sowie die Inbetriebnahme der Strecken der Kategorien Planen/Bauen, A und B bei der Tram spätestens bis 2035.

Weitere Informationen zu den Vorschlägen der Stadtverwaltung unter https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/ris_vorlagen_dokumente.jsp?risid=6278313

und zur Stellungnahme von PRO BAHN und AAN im Münchner Forum unter https://www.pro-bahn.de/muenchen/202102-nvp.pdf

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