Standpunkte 13.2008: Der Marstallplatz

Sehr geehrte Damen und Herren,
mitten in München – das ist nicht nur das SV-Areal, sondern auch die Residenz. Nach der Wiedereröffnung des Cuvilliéstheaters wird derzeit der Nordteil des Königsbaus für museale Zwecke ausgebaut. Über eine bessere Erschließung für Fußgänger auch zwischen Max-Josefs-Platz und Hofgarten wird nachgedacht. Östlich vor der Residenz wartet das „vielleicht schönste klassizistische Gebäude der Stadt“ (so der frühere Residenzbauleiter Otto Meitinger), der Marstall, auf Revitalisierung. Was ein Wettbewerb zur Zukunft des Marstalls ergeben hat, beschäftigt uns in dieser Ausgabe.
Bei dieser Gelegenheit stellen wir Ihnen zugleich Langfristüberlegungen zum Marstallplatz vor. Begonnen hatte seine Neudefinition mit dem Kulissengebäude der Staatsoper entlang der Thomas-Goppel-Straße. Als es errichtet wurde, galt die Allerheiligen-Hofkirche noch als eine nicht mehr wichtige Ruine. Seit sie in Hinterhoflage wiederhergestellt ist, wird immer wieder einmal diskutiert, ob der Bauriegel vor ihr dort auf alle Zeit bleiben sollte. Die Versorgung der Oper ließe sich auch anders erfüllen – wie, stellen wir in dieser Ausgabe ab Seite 2 vor.
Was wir Ihnen skizzieren, ist ein Langfristprojekt. Wenn der Ausbau des Marstalls spruchreif wird, sollte es mit diskutiert werden. Bei der Schlösserverwaltung sieht man eine solche „große Lösung“ mit Interesse. Meitinger ist zwar mit der heutigen Situation nicht unzufrieden, auch wenn er die Neubauten der Max-Planck-Gesellschaft und der Probenbühne nicht für ideal hält. Für die Allerheiligen-Hofkirche hat er aber schon früher eine „kleine Lösung“ angeregt: wenigstens einen größeren Durchbruch durch das Kulissengebäude zu schaffen. Das lassen die heutigen Einbauten des Kulissengebäudes jedoch nicht zu. Eine „kleine“ Nachbesserung scheidet also aus. Es lohnt sich folglich, die „große“ Lösung ernsthaft zu prüfen.
Was wir dieses Mal sonst noch bringen, lesen Sie wie üblich rechts. Den frisch in den Bayerischen Landtag gewählten Münchner Abgeordneten sowie den zuständigen Ministerien werden wir diese Ausgabe mit ihrem Leitthema Marstallplatz natürlich in ihre Postfächer legen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Czisch,
Vorsitzender des Programmausschusses

 

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Inhaltsverzeichnis

Der Marstallplatz

Gernot Brauer
Marstall-Planungen: Vielleicht bekommt München im Marstall seinen dritten Konzertsaal

Baudenkmal Postfuhrhof: Konzerte und Parties machen befristet Käfer und Nöth

Gernot Brauer
Der frühere Konzertsaal Odeon ist zwar wieder unter Dach, aber nicht als Konzertsaal: Das Innenministerium reklamiert das ex-Odeon komplett für sich

Schon früh im 15. Jahrhundert gab es einen jüdischen Friedhof: Die Maxvorstadt war schon lange mehr als eine Wiese

Gernot Brauer
Die Ausplanung von Freiham: Hat die Stadt aus der Charta von Athen nichts gelernt?

Gernot Brauer
Dauerbrenner Münchner Freiheit: Ein Kreuz mit dem Trambahndach

Gernot Brauer
Das Denkmalamt streicht Ensembles, Betroffene wehren sich: Was ist ins Bay. Landesamt für Denkmalpflege gefahren?

Wolfgang Czisch
An der Maria-Josepha-Straße: Ein Lump, der Schlechtes dabei denkt

Gernot Brauer
Beachten die Bürger Verkehrsregeln überall? Rechthaberische Verkehrsteilnehmer – es geht auch anders


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