Standpunkte 10.2016: Interkommunale Zusammenarbeit

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wir wissen es: natürlich ist München keine Insel. Doch das Verhältnis Münchens zu seinem Umland war jahrzehntelang davon geprägt, dass jenes dafür herhalten sollte, was in München nicht oder nur eingeschränkt zu haben war: bezahlbares Wohnen, Flächen für expandierende Unternehmen, Erholungsmöglichkeiten aller Art, Wasserressourcen, Platz für Energieanlagen und zur Abwasserklärung, Straßen, auf denen man die Kiste auch mal richtig ausfahren kann… Münchens tradierte Selbstbedienungsmentalität dem Umland gegenüber ist mit wachsender Problemdichte in der Stadt einem mehr oder minder kooperativen Umgang mit den gemeindlichen Nachbarn rundum gewichen. Und in den Umlandgemeinden wächst das Selbstbewusstsein gegenüber der Stadt: München und seine Nachbarn versuchen sich in einem kooperativen Umgang „auf Augenhöhe“, vielfach als bilaterale „interkommunale Zusammenarbeit“, so das Schwerpunktthema dieser Standpunkte-Ausgabe. Vieles davon hat sich seit Jahrzehnten bewährt (Tram nach Grünwald), anderes ist im Aufbau (gemeinsame Schulentwicklung), für wiederum anderes werden neue Bedingungen gestellt (Wasserversorgung) oder drohen Gemeinsamkeiten verloren zu gehen (regionale Grünzüge). Auffällig ist, dass bei der interkommunalen Zusammenarbeit von München mit seinen gemeindlichen Partnern im Umland die institutionelle Regionalplanung in der Region München, deren Regionalplan derzeit überarbeitet wird, offenbar keine oder nur eine geringe Rolle spielt.

Ferner führen wir die Debatte um die Nutzung der Alten Akademie und die richtige Strategie für ein regionales Schienenverkehrskonzept fort. Wie immer hoffen wir auf interessante Lektüre und kritische Rückmeldungen.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

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Inhaltsverzeichnis


Themenschwerpunkt: Interkommunale Zusammenarbeit

Freiraum als „Kampfzone“ – der schwierige Umgang mit regionalen Grünzügen

„Dichter bauen, neue Wachstumsräume erschließen“

Schulinfrastruktur – Gegenstand regionaler Zusammenarbeit

Die Pinakothek der Moderne und der Ministerratsbeschluss vom 22. Mai 1990

Kein Loisach-Wasser mehr für Umlandgemeinden:
Sitzt München bald auf dem Trocknen?

Badespaß an der Isar – dank Abwasserbehandlung mittels UV-Strahlung

Traum-Bikerroute in den Münchner Süden

Münchens Tram quert die Stadtgrenze – die Linie nach Grünwald

Krokodils Tränen: Eine vertane Chance – Gedanken zur Nutzung der „Alten Akademie“

In Neuhausen-Nymphenburg wird der Grundstein für den ersten Mitgliederladen Münchens gelegt

Die „Kraus-Villa“ in Baden bei Wien – von Emanuel von Seidl erbaut – vom Abriss bedroht

Noch ist es nur eine Vision … Eine Win-Win-Lösung (neudeutsch) für zwei
wertvolle Gebäude in der Münchner Altstadt

Graffiti in München – zwischen Förderung und Strafverfolgung

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