Herbst 2015: „Die Theresienwiese wird wieder grün.“ Frühjahr 2015: „Die Theresienwiese soll wieder blühen.“

Unter dem Aufmacher „Die Theresienwiese wird wieder grün“ berichtete die Rathaus-Umschau am 20. November 2015 über eine bemerkenswerte Aktion. Im Auftrag des Referats für Arbeit und Wirtschaft (RAW) wurde eine etwa 45.000 qm große Fläche im Südteil der Theresienwiese begrünt. Entsprechend den fachlichen Angaben des Baureferats wurde die Schotterfläche zunächst aufgelockert und 650 cbm Substrat aufgebracht. Auf den so vorbereiteten Flächen ließ das Baureferat insgesamt 1,5 Tonnen speziellen Schotterrasen aussäen.

Nach Auskunft des Baureferats setzte sich die Rasenmischung zusammen aus 20 % Festuca rubra (Rotschwingel), 40 % Lolium perenne (Deutsches Weidelgras), 38 % Poa pratensis (Wiesen-Rispengras) und 2 % Achillea millefolium (gemeine Schafgarbe). Es handelt sich um eine Spezial-Mischung für einen sehr widerstandsfähigen Strapazierrasen.

Das ist eine sehr erfreuliche Reaktion des Referats für Arbeit und Wirtschaft auf die symbolische Begrünungsaktion, die am 1. Mai dieses Jahres bei strömendem Regen auf der Theresienwiese stattfand. Unter dem Motto „Theresienwiese – Theresienwüste: Die Theresienwiese soll wieder blühen“ hatten zu diesem besonderen Mai-Ausflug eingeladen: das Münchner Forum – Arbeitskreis Öffentliches Grün – in Kooperation mit den Bezirksausschüssen Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt (BA 2), Sendling (BA 6) und Schwanthalerhöhe (BA 8), GreenCity e.V, Urbanes Wohnen e.V., Verein Südliches Bahnhofsviertel sowie der Sendlinger Kulturschmiede.

Als aktueller und bürgerschaftlicher Beitrag zur Aufwertung des Wiesen-Charakters wurde eine
symbolische Begrünungsaktion „Blühende Theresienwiese“ in einem Teilbereich im Süden des Areals durchgeführt.
Damit sollte unterstrichen werden, dass die Theresienwiese seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht nur wesentlicher Bestandteil des bayerischen Nationaldenkmals ist, sondern auch als öffentlich-historisches Grün für die Freizeit- und Erholungsnutzung der Bürgerschaft, aber auch in Bezug auf die stadtklimatische Funktion unverzichtbar ist. Im Rahmen der bürgerschaftlichen Intervention kamen neben einer speziellen Rasenmischung auch Samen von Wildblumen und Wildgräsern zur Aussaat. Sponsoren der Aktion waren u.a. die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung und die Fachfirma Rieger-Hofmann in Blaufelden.

Die großflächige Aussaat-Aktion in diesen Wochen zeigt, dass das RAW mit der Umsetzung der langjährig vorgetragenen Bürgerwünsche ernst macht. In den Jahren 2011/2012 verfolgten die Bezirksausschüsse 2, 6 und 8 in Kooperation mit dem Münchner Forum verstärkt das Ziel, die Theresienwiese unter Einbeziehung des Bavariaparks als Grün-, Erholungs-, und Freizeitfläche aufzuwerten. Der Münchner Stadtrat hatte im Oktober 2013 die fundiert begründeten Anträge der Bezirksausschüsse behandelt und der Verwaltung entsprechende Aufträge zur Aufwertung der Theresienwiese erteilt (vgl. Standpunkte, Ausgabe ….. ).

„Im Frühjahr wird der Südteil der Theresienwiese in frischer Pracht die Münchnerinnen und Münchner zur Freizeitnutzung einladen“: So ist in der Rathaus-Umschau vom 20. November 2015 zu lesen. In diesem Sinne ist von Seiten des Münchner Forums ins Auge gefasst, zusammen mit seinen Kooperationspartnern zu einem „Lokaltermin“ im Sinne eines Frühlingsspaziergangs im Frühjahr 2016 einzuladen.

Klaus Bäumler

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