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Öffentlich versus Privat – Entwürfe für den Sattlerplatz in München

11. März 2017 | 16:00 - 20:00

Eintritt frei

Programm:
16.00 Uhr – Begrüßung: Detlev Sträter, Vorsitzender Programmausschuss Münchner Forum
Einführung ins Thema: Michael Wallraff, Architekt, Gastprofessor an der Universität Innsbruck
Kurzstatements von Studierenden der Universität Innsbruck, die prototypische Entwürfe für den Sattlerplatz in München entwickelt haben

17.00 Uhr – Podiumsdiskussion:
– Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Stadt München
– Sophie Wolfrum, Professorin für Städtebau und Regionalplanung München – Muck Petzet, Architekt, München/Berlin
– Max Rieder, Architekt und Stadtplaner, Salzburg/Wien
– Michael Kläsgen, Journalist (angefragt)
– Wolfgang Till, Münchner Volkskundler (angefragt)
Moderation: Mathieu Wellner, Architektur-Theoretiker, München/Innsbruck
Im Anschluss: offene Diskussion mit allen interessierten BürgerInnnen.

Ausgangssituation:
Im Zentrum Münchens – am Sattlerplatz, steht ein Parkhaus aus der Nachkriegszeit, dessen Nutzungsverträge 2016 ausgelaufen sind. Das Grundstück gehört der Stadt München. Gegenüber hat ein privater Investor das ehemalige Postgebäude gekauft und möchte dieses Grundstück kommerziell entwickeln.
Münchner Bürgerinnen und Bürger fragen: Welche Chancen bieten sich hier
– in einem der letzten offenen Entwicklungsräume der Innenstadt
– im Zusammenspiel und der Wechselwirkung unterschiedlicher Objekte und Flächen – im Spannungsfeld zwischen öffentlicher Verantwortung und privaten Interessen? Seit Jahren beschäftigt sich die Kommunalpolitik mit dem Thema. Von Seiten der Kommunalpolitik gibt es eine Reihe von Anfragen und Vorschläge. 2009 wurde für das Gesamtareal ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb beschlossen (mit Realisierungsteil für das Postareal). Das Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens soll dem Bebauungsplanverfahren zu Grunde gelegt werden. Mit dieser Immobilie im Eigentum der Stadt hat München die voraussichtlich letzte Möglichkeit, in der Altstadt frei zu planen.

Doch:
– Wer soll hier Planung und Entwicklung bestimmen?
– Welche Ziele, Vorstellungen, Bedürfnisse und Interessen sollen die Planung und Entscheidungen leiten?
– Wie kann das bürgerschaftliche Interesse am zukünftigen Leben und Treiben in der Münchner Altstadt zur Geltung kommen?
– Wer definiert die Interessen der Stadt: Bürgerinnen und Bürger, die „Wirtschaft“, Touristen…?
Oder soll die Immobilie und der Platz Einzelinteressen zugeordnet werden,
wie es schon auf den montierten Verbotsschildern verkündet ist:
„DER SATTLERPLATZ IST KEIN ÖFFENTLICHER PLATZ“?

Realismus und Utopie – Entwürfe für den Sattlerplatz
Studierende der Fachrichtung Architektur der Universität Innsbruck haben unter
der Leitung des Wiener Architekten Michael Wallraff die oben gestellten Fragen untersucht und legen jetzt Entwürfe für die Innenstadt Münchens vor. Dabei geht
es neben städtebaulichen und architektonischen Fragen vor allem um ein soziales Konzept: Wollen wir die Entwicklung der Innenstadt weiter dem „freien Spiel der Kräfte“ überlassen – der Spekulation und optimierter ökonomischer Verwertung – oder können wir, die Öffentlichkeit aus Bürgerinnen, Bürgern und ihrer Vertretung das Steuer übernehmen?
Die Studierenden aus Innsbruck haben 12 unterschiedliche Prototypen innerstädtischer Eingriffe entwickelt, die weniger am Konsens orientiert sind, sondern: – neue Instrumente für den Umgang mit (historischen) Innenstädten aufzeigen.
– die Haltung und Herangehensweise von Projektbeteiligten, Anrainern und Besuchern verändern und
– ein neue soziale Situation an diesem umkämpften Stück Altstadt provozieren. Experimentelle Entwurfsmethoden, setzen Zündstoff für kontroverse und vielfältige Diskussionen frei.
Öffentliche Diskussion:
Eine breite öffentliche Diskussion ist der einzige Weg, der Komplexität aus
Vielfalt, Kleinteiligkeit und deren Wechselwirkungen gerecht zu werden und
dabei eine langfristig hochwertige Stadtentwicklung zu erreichen.
Nur so wird es dieser Stadt und ihrer Verwaltung gelingen, daß lokalspezifische Bedürfnisse zur Geltung kommen, und gleichzeitig Münchnerinnen
und Münchner sich mit dem Herzen ihrer Stadt identifizieren.
Vor dem Hintergrund einer kurzfristig organisierten pop-up-Ausstellung der Innsbrucker StudentInnen-Entwürfe werden unterschiedliche Fachleute und interessierte BürgerInnen den Umgang mit den innerstädtischen, öffentlichen Immobilien diskutieren. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einem transparenten, kooperativen Planungsverfahren am Sattlerplatz, unter Einbeziehung verschiedener ExpertInnen, Projektbeteiligten, interessierten BügerInnen und VertreterInnen
der Kommunalpolitik und der Privatinvestoren.
Die Ausstellung und Diskussion im Lothringer 13 Halle am 11./12. März 2017 will das erforderliche Bewusstsein für die anstehenden Entwicklungen am Sattlerplatz schärfen, die Forderungen konkretisieren und in die Öffentlichkeit tragen.

Foto: Jörg Koopmann

Details

Datum:
11. März 2017
Zeit:
16:00 - 20:00
Eintritt:
Eintritt frei
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstalter

Münchner Forum – Diskussionsforum für Entwicklungsfragen e. V.
Lothringer13 Halle

Veranstaltungsort

LOTHRINGER13 HALLE
Lothringer Straße 13
München, 81667
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