Standpunkte 04.2017: Drunter und drüber und mitten durch – S-Bahn-Perspektiven

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
am 5. April erfolgt der erste symbolische Spatenstich zum Bau der sog. „zweiten S-Bahn-Stammstrecke“ auf dem Marienhof hinter dem Münchner Rathaus. Die DB-Planer eines innerstädtischen Tunnel-Bypasses zur bestehenden Stammstrecke und ihre Sekundanten in Politik, Wirtschaft und Publizistik werden ihn als Startschuss zur Fortentwicklung des S-Bahn-Systems im Raum München befeiern. Kritiker befürchten hingegen explodierende Kosten bei kaum feststellbarem Nutzen, weiteren Entwicklungsdruck auf die Altstadt und eine Blockade der sinnvollen Weiterentwicklung des ÖPNV-Systems auf Jahre oder gar Jahrzehnte. Kritische Stadt- und Verkehrsplaner plädieren seit Jahrzehnten für eine Dezentralisierung des sternförmigen S-Bahn-Schienennetzes durch Ringlinien-Ergänzungen zur Stammstrecke im Norden und Süden, fanden damit aber kaum Gehör. Nun haben die Freien Wähler im Landtag dazu einen eigenen Plan vorgelegt und auch die CSU-Fraktion dazu einen Stadtratsantrag eingebracht. Und die Landkreise im Umland Münchens haben jüngst endlich – spät, zu spät? – ein Positionspapier zum S-Bahn-Ausbau vorgelegt, das über den bisherigen Erschließungsraum hinausgreift und S-Bahn-Streckenbau und -betrieb zusammendenkt – dankbar registriert man geistige Lockerungsübungen zu einer seit Jahren festgefahrenen ÖPNV-Politik im Großraum München.
„Drunter und drüber und mittendurch“ haben wir unser Standpunkte-Schwerpunktthema betitelt. Wir befassen uns mit Optionen der S-Bahn-Ringerschließung im Norden und der Kritik am Bau der 2. Stammstrecke, die Anzeichen einer Neuauflage von „Stuttgart 21“ aufweist. Für diese und die anderen Themen erhoffen wir das Interesse unserer Leserinnen und Leser, wünschen Lese- und Erkenntnisfreude und erwarten uns kritische (oder andere) Reaktionen.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 03.2017: Alte Akademie

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
nicht zum ersten Mal berichten wir über das Schicksal der Alten Akademie im Zentrum der Stadt. 2013 wurde die Alte Akademie, ein bedeutender Kulturbau, der wie kein anderer bayerische Geschichte spiegelt, vom freistaatlichen Immobilienverwalter für 65 Jahre an einen Investor verpachtet. Seitdem die Vorstellungen des Investors zur renditeträchtigen Umnutzung in eine – wie in München üblich – exklusive Verkaufs-, Büro-, Wohn- und Gastronomiedestination sichtbar werden, steht das Schicksal des Gebäudes im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.
Diese Standpunkte-Ausgabe ist ein Sonderheft, eine „Flugschrift“ zur Alten Akademie. Die Ausgabe dokumentiert alle Beiträge, die in der Causa Alte Akademie in den letzten Monaten in den Standpunkte erschienen sind und enthält weitere Beiträge von Akteuren des Münchner Forums sowie Stellungnahmen von Persönlichkeiten, Gremien und Institutionen, die sich mit der Alten Akademie befasst haben. Der Münchner Stadtrat wird im Laufe der nächsten Monate Beschlüsse zur Alten Akademie fassen. Es wird interessant sein zu sehen, ob die Stadträte dabei jene Maßstäbe, die sie selbst im Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Alte Akademie“ 2005 beschlossen haben, auch im Frühjahr 2017 noch als gültig ansehen. Die Stadträte müssen sich entscheiden, ob sie als institutionelle Wahrer des Gemeinwohls und der Interessen der Bürgerschaft eine konsequente Haltung gegenüber einzelwirtschaftlichen Interessen zeigen. Gegenwärtig tobt ein Kampf, in dem der Investor seine maximalen Verwertungsbedingungen gegenüber Verwaltung und Politik durchsetzen will und für die er Kombattanten in allen Entscheidungsgremien sucht und bearbeitet.
Wir möchten mit dieser Sonderausgabe der Standpunkte eine Reihe von Argumenten aufbereiten, die bei der Verfolgung profitabler Immobilienverwertung unter die Räder zu kommen drohen. Diese Standpunkte-Sonderausgabe richtet sich an die interessierte und engagierte Münchner Öffentlichkeit, insbesondere aber auch an die Entscheider in Verwaltung und Stadtpolitik, die es in der Hand haben, ob mit der Alten Akademie, wie auch schon im Falle des Alten Hofs, ein Gebäudekomplex von eminenter historischer und kultureller Bedeutung im Zentrum Münchens wieder einmal dem ökonomischen Renditestreben vollends unterworfen wird. Es geht vor allem um die Erhaltung des öffentlichen Raums der Arkaden, der allen Münchnern und den Gästen dieser Stadt seit den 1950er Jahren rechtsverbindlich zur Nutzung überlassen ist. Eine Reduzierung der Arkaden ausschließlich mit dem Ziel, zusätzliche hochpreisige Ladenflächen zu gewinnen, widerspricht dem Gemeinwohlprinzip.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 02.2017: München zu Fuß

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
unser Schwerpunktthema dieser Standpunkte-Ausgabe plädiert für einen bewussteren Umgang mit dem Zu-Fuß-gehen in der Stadt. Die Fortbewegung zu Fuß ist allen, die darin nicht eingeschränkt sind, so selbstverständlich, dass man gar nicht richtig darüber nachdenkt, dass es eine der vielfältigsten und effektivsten Mobilitätsformen ist. Für den Stadtverkehr allemal: beim Modal Split der Verkehrsarten (IV zu ÖV) wird das Zu-Fuß-gehen meist nicht erwähnt. Dabei haben wir vielfältige Begriffe dafür: Gehen, Laufen, Flanieren, Schlendern, Passieren, Promenieren, Spazierengehen, Wandern – unterschiedliche Formen einer Fortbewegung, die energie- und zeiteffizient, raumsparend, weitgehend emissionsfrei und zudem gesund ist.
Auch unsere Stadt München, die sich zwar gerne als Radlhauptstadt sähe, behandelt den Fußgängerverkehr eher stiefmütterlich. Zwar hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert; nicht überall mehr werden die Fußgänger zur Querung breiterer Straßen zum Abtauchen in Unterführungen genötigt. Aber selbst in der Altstadt leisten wir uns abseits der Fußgängerzonen den Anachronismus, dass in den Straßen, die Jahrhunderte vor dem Aufkommen des Automobils angelegt wurden, sich die Fußgänger an den Häuserfronten vorbeidrücken müssen, weil Fahrspur und ein bis zwei Reihen parkender Autos ihren Platz beanspruchen. Wie lange wollen wir uns das noch leisten? Zumal die GroKo, auf Trab gebracht durch das auch vom Münchner Forum mitgetragene Bürgerbegehren für das Luftreinhaltegebot, dessen zentrale Forderung übernommen hat, dass „mindestens 80 Prozent des Verkehrs auf Münchner Stadtgebiet bis zum Jahre 2025 durch abgasfreie Kraftfahrzeuge, den öffentlichen Personennahverkehr sowie Fuß- und Radverkehr zurückgelegt werden sollen“. Na dann: dafür wird in den nächsten acht Jahren etliches zu tun sein.
Wir hoffen, wie immer, auf kritische Resonanz unserer Leserinnen und Leser.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 12.2016/01.2017: Armut in der Stadt

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
das Selbstbild Münchens lebt von seiner glitzernden, sauberen Fassade, die von wirtschaftlichem Erfolg und Wohlstand allenthalben kündet – und wie ein Magnet wirkt auf alle, die nach einem besseren Auskommen streben. Doch das Wohlstandsversprechen gilt nur für wenige, hinter der funkelnden Fassade verbergen sich auch alle Anzeichen einer Abstiegsgesellschaft: jede fünfte Münchner Einwohnerin und Einwohner gilt als arm oder von Armut akut bedroht. Wer einmal in die Abwärtsspirale geraten ist, kommt da kaum mehr raus. Und in einer Stadt, deren Lebenshaltungskosten, getrieben von den außer Rand und Band geratenen Boden- und Mietpreisen, mehr als 60 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen, greift Armut besonders hart zu. In unserem Schwerpunktheft fragen wir nach Ursachen, stellen dar, wie in München Armut ermittelt wird, fragen die Sozialreferentin nach politischen Maßnahmen und stellen Beispiele vor, wie Armut für Betroffene in München erträglicher gemacht und bekämpft wird. – Zudem beschäftigen wir uns auch in dieser Standp unkte-Doppelausgabe Dezember/Januar mit dem Projekt „Alte Akademie“ in der Innenstadt, diesmal geht es um den Erhalt der Arkaden.
Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern frohe und erholsame Feiertage und hoffen auf ein Wiederlesen im Neuen Jahr, in dem, so lässt sich vermuten, die Themen, die nach kritischer Betrachtung und Kommentierung verlangen, nicht ausgehen werden.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 11.2016: Rund um den Ostbahnhof

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
noch hat sich der Name „Werksviertel“ für das Areal hinter dem Ostbahnhof nicht recht etabliert. Ins öffentliche Bewusstsein gelangte es Ende letzten Jahres, als die Bayerische Staatsregierung hier den Standort für die neue Konzerthalle offeriert bekam und überraschend schnell annahm. Jahrelang war die Gemengelage aus aufgelassenen gewerblichen Betriebsstätten als „Kunstpark Ost“ oder „Kultfabrik“ weit über München hinaus bekannt. Dabei tat sich schon damals an den ehemaligen Standorten von Pfanni, Konen, Optimol und Zündapp weit mehr: Medien-, IT- und unterschiedliche Dienstleister haben sich im Windschatten der Aufmerksamkeit um Partylaunen in den vergangenen Jahren dort angesiedelt und zum Strukturwandel dieses Stadtgebietes beigetragen. Die Stadtplanung hat das Werksviertel zu einem Hotspot Münchner Stadtentwicklung erkoren. Es verspricht, zu einem der interessantesten Quartier der Veränderung am Rande der Münchner Innenstadt zu mutieren.
Auf zwei weitere Beiträge zum öffentlichen Grün möchte ich hinweisen: Wir dokumentieren in Auszügen eine öffentliche Veranstaltung der Linken, auf denen Frau Hutter-von Knorring vom Planungsreferat und Klaus Bäumler vom Münchner Forum zur Freiflächenplanung in München Stellung bezogen haben. Und ebenfalls in Auszügen können Sie eine gutachtliche Stellungnahme im Konflikt um die Nachbebauung des Tierärztlichen Fakultätsareals am Rande des Englischen Gartens nachlesen, bei dem Belange des Denkmalschutzes mal wieder drohen, unter die Räder zu kommen. Ein erstes Nachgeben zur Erhaltung des Bibliotheksgebäudes ist aktuell signalisiert. Das reicht nicht. Es ist zu hoffen, dass der Petitionsausschuss des bayerischen Landtags ein Machtwort spricht.
Wir hoffen auf eine interessante Lektüre und freuen uns auf zustimmende, aber auch kritische Kommentare.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 10.2016: Interkommunale Zusammenarbeit

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir wissen es: natürlich ist München keine Insel. Doch das Verhältnis Münchens zu seinem Umland war jahrzehntelang davon geprägt, dass jenes dafür herhalten sollte, was in München nicht oder nur eingeschränkt zu haben war: bezahlbares Wohnen, Flächen für expandierende Unternehmen, Erholungsmöglichkeiten aller Art, Wasserressourcen, Platz für Energieanlagen und zur Abwasserklärung, Straßen, auf denen man die Kiste auch mal richtig ausfahren kann… Münchens tradierte Selbstbedienungsmentalität dem Umland gegenüber ist mit wachsender Problemdichte in der Stadt einem mehr oder minder kooperativen Umgang mit den gemeindlichen Nachbarn rundum gewichen. Und in den Umlandgemeinden wächst das Selbstbewusstsein gegenüber der Stadt: München und seine Nachbarn versuchen sich in einem kooperativen Umgang „auf Augenhöhe“, vielfach als bilaterale „interkommunale Zusammenarbeit“, so das Schwerpunktthema dieser Standpunkte-Ausgabe. Vieles davon hat sich seit Jahrzehnten bewährt (Tram nach Grünwald), anderes ist im Aufbau (gemeinsame Schulentwicklung), für wiederum anderes werden neue Bedingungen gestellt (Wasserversorgung) oder drohen Gemeinsamkeiten verloren zu gehen (regionale Grünzüge). Auffällig ist, dass bei der interkommunalen Zusammenarbeit von München mit seinen gemeindlichen Partnern im Umland die institutionelle Regionalplanung in der Region München, deren Regionalplan derzeit überarbeitet wird, offenbar keine oder nur eine geringe Rolle spielt.

Ferner führen wir die Debatte um die Nutzung der Alten Akademie und die richtige Strategie für ein regionales Schienenverkehrskonzept fort. Wie immer hoffen wir auf interessante Lektüre und kritische Rückmeldungen.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 08/09.2016: Alte Akademie

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
unsere diesmalige Standpunkte-Ausgabe hat sich die „Alte Akademie“
an der Fußgängerzone in der Münchner Altstadt zum Schwerpunktthema
genommen, ein Gebäudekomplex von großer historischer
Bedeutung für München und ganz Bayern. Ihre Fassaden wurden
nach Kriegszerstörungen zum größten Teil dem Original entsprechend
wieder aufgebaut. Der Eigentümer, der Freistaat Bayern, hat die „Alte
Akademie“ nach Auszug des Statistischen Landesamtes vor drei Jahren
an einen Investor zur weiteren Verwertung in Erbbaurecht gegeben.
Die Befürchtung ist groß, dass damit – entgegen der Bedeutung
des Komplexes – ein weiterer schnöder Konsum- und Kommerztempel
entsteht. Nach dem Realisierungswettbewerb, der im Frühjahr entschieden
wurde, ist zumindest die Hoffnung bestärkt worden, dass die
„Alte Akademie“ einen behutsamen Umgang mit ihrer Bausubstanz
erfahren könnte. – Und es ist dennoch zu fragen, warum der Freistaat
Bayern nicht mehr Engagement und Mühen darauf verwendet hat, der
„Alten Akademie“ eine ihrer Historie angemessene Nutzung als Wissenschafts-,
Bildungs- und Kulturnukleus in der Altstadt angedeihen
zu lassen. Diese Chance ist nun auf Jahrzehnte vertan. – Die Öffentlichkeit
wird jedenfalls den Fortgang der Maßnahmen zur Umgestaltung
und Umnutzung der „Alten Akademie“ aufmerksam verfolgen
und begleiten. Und wir müssen, mehr noch als bisher, die Art und Weise
infrage stellen, wie der Freistaat, aber auch die Stadt München mit
„ihren“ Grundstücken und Immobilien im Gemeineigentum umgehen.
Dieses Standpunkte-Heft ist eine Doppelausgabe, mit der wir uns in
die Sommerpause verabschieden. Anfang Oktober melden wir uns mit
einer neuen Ausgabe zurück. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern
eine, so hoffen wir, interessante Lektüre, sind aber auch, positiver,
ermunternder und kritischer Resonaz nicht abgeneigt.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 07.2016: Nachhaltige Versorgungskonzepte

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,

Münchens Bevölkerung wächst; die Stadt strebt eine städtebauliche Verdichtung an – und der Handel antwortet mit der Ausdünnung seines Filialnetzes. Laufend verschwinden wohnstandortnahe Läden und andere Nahversorgungseinrichtungen in den Stadtquartieren, viele kleine Läden haben keine Chance zum Überleben, stattdessen setzen die Handelskonzerne, die Großen Vier, auf autoorientierte hochproduktive Großstandorte. Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen, gerade in schwierigeren sozialen Lagen haben das Nachsehen, wenn Renditestreben das Versorgungsinteresse schlägt. Auf diese sich ändernden Bedingungen reagieren Initiativen für neuartige, alternative und zum Teil längst bekannte, nun revitalisierte Versorgungskonzepte. Dabei stehen die Gedanken des Nutzens für die Kunden und auch die Selbstversorgung im Vordergrund, nicht das Gewinnstreben. Und selbstverständlich die Nachhaltigkeit der Produkte in ihrer Herstellung und der Vertriebswege.
Wir stellen in dieser Standpunkte-Ausgabe Beispiele für diese neuen (Selbst-)Versorgungskonzepte in München vor, indem wir Akteure gebeten haben, über ihre Projekte zu berichten. Wenn diese eine Zukunft haben sollen, muss aber auch die Bereitschaft der Bürger wachsen, diese Angebote als Kunden auch zu nutzen.
Wir hoffen, auch mit dieser Standpunkte-Ausgabe das Interesse unserer Leserinnen und Leser an diesen und den weiteren Themen zu wecken, und erhoffen uns eine kritische Resonanz.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 06.2016: München barrierefrei

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

Liebe Leserin, lieber Leser,
das Schwerpunktthema unserer Standpunkte-Ausgabe befasst sich mit dem Thema der Barrierefreiheit in der Stadt. Da fallen jedem von uns sofort Rollstuhlfahrer ein, die an irgendeiner Stufe hängen bleiben. Barrierefreiheit ist aber mehr, meint die Zugänglichkeit von Orten, Einrichtungen und Gelegenheiten für Menschen mit (und ohne) Beeinträchtigungen, nicht nur im engeren Sinne von sog. Behinderten, sondern von allen Menschen, die – temporär oder dauerhaft – die eine oder andere Schwierigkeit haben, sich in ihrer gebauten und sozialen Umwelt zurecht zu finden – es betrifft praktisch uns alle. Und: Barrierefreiheit ist die Grundvoraussetzung für Inklusion, was nichts anderes bedeutet, als dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, wohnen und arbeiten können. Wir haben damit befasste Menschen gebeten, über ihre Tätigkeiten und verschiedenen Erfahrungen zu berichten.
Ferner berichten wir u.a. über die Forderung des Münchner Forums nach Aktualisierung des Stadtmodells um den geplanten Hauptbahnhof mit Hochhaus, sowie zur Novellierung der städtischen Bade- und Bootverordnung und über den diesjährigen Mai-Ausflug.
Wie immer wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern informative Lektüre und hoffen auf kritische Resonanz.
Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Standpunkte 05.2016: Neue Heimat München

Direkt zum Download der Ausgabe im PDF-Format:

„Neue Heimat München“: dies wird die Stadt für immer mehr Menschen. Der Zuzug hält an: aus anderen Teilen Deutschlands, aus ost- und südeuropäischen Ländern. Auch der Andrang von Flüchtlingen der letzten Monate, selbst wenn er aktuell nachgelassen hat, ist noch keineswegs bewältigt. Dabei fehlt es an bezahlbaren Wohnungen seit langem – für Münchner/innen mit geringeren Einkommen, für Neuzuzügler und für Flüchtlinge. Sie alle müssen die Chance erhalten, in München bleiben zu können, sich in die Stadtgesellschaft zu integrieren, um sich als willkommene und geachtete Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt verstehen zu können.
Unser Schwerpunktthema erinnert in mehreren Beiträgen daran, dass Flucht und Vertreibung immer wieder Ereignisse in der Geschichte Europas waren, die eine je besondere „Willkommenskultur“ voraussetzten und prägten. Und dass die Schaffung von Wohnraum auch früher schon eine Herausforderung war, die neue Ideen für eine angemessene Unterbringung der neu Hinzugekommenen verlangte. Wir legen wir besonderes Augenmerk auf die Situation von Flüchtlingen, die in einer ungleich schwierigeren persönlichen Lage versuchen müssen, Fuß zu fassen – wenn man es ihnen gestattet. Wir stellen einige gestalterische Beispiele vor, wie ein „Wohnen für Alle“ aussehen und umgesetzt werden könnte. Der Haltung, Flüchtlinge – was auch immer sie bewogen hat, ihre Heimat zu verlassen – willkommen zu heißen, wird inzwischen misstraut, der Wind hat sich gedreht: Abschottungsbereitschaft und dumpfe Bunkermentalität haben sich in Politik und Teilen der Gesellschaft breit gemacht.
Der Münchner Alt-Oberbürgermeister Georg Kronawitter ist am 28. April gestorben. Wir erinnern an sein politisches Leben in einem Nachruf.

Wir wünschen erhellendes Lesevergnügen und hoffen auf kritische Kommentare und Reaktionen unserer Leser/innen.

Detlev Sträter, 1. Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

Standpunkte hier downloaden

Kontakt

Geschäftsstelle:
Schellingstraße 65
80799 München

Bürozeiten:
Di, Mi, Do 09-16 Uhr

Telefon: +49 89 282076
Fax: +49 89 2805532