Innenstadt

Leitung: Peter Arnold

Was ist die Situation?
Wovon wurde und wird die Entwicklung seit ca. 1990 in der Innenstadt bestimmt?
Ein wesentlicher Faktor sind die finanziellen Transaktionen. Sie beeinflussen die Entwicklung der Innenstadt wesentlich. Im Jahr 2013 wurden auf dem Münchener Immobilienmarkt 13 Milliarden umgesetzt. Globalisierung bzw. Internationalisierung wirken sich in den Veränderungen im Immobilienbesitz und im Einzelhandel aus.Dazu Beispiele aus der Innenstadt, Verkäufe im Immobilienbereich: Palais an der Oper, Maximilianshöfe, Hofstatt, Alte Akademie, Stachus-Einkaufszentrum, Alter Hof, Hertie-Karstadt-Gebäude mit seinem Anbau entlang der Schützenstraße. Dazu kommt das Verschwinden von inhabergeführter Fachgeschäfte und zentraler Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.

Der Kapitaleinsatz bestimmt die Mieten: An der Kaufinger-/Neuhauser Str. beträgt die Monatsmiete ca. 300€ pro m2, damit kommt es z.B. bei den mehrstöckigen Läden zu einer Miete von 300 000 € im Monat und mehr.

C. Krügel schreibt am 24./25.5.14 in der SZ unter der Überschrift: „Münchner Innenstadt-(der) Schmerz der Stadt: Ist die Altstadt noch zu retten? Behält sie ihr Flair oder verkommt sie zu einer riesigen Shoppingmall? […] Viele Hausbesitzer beteuern, das wollten sie nicht. Doch im Hintergrund lockt das große Geld.“

Was sind Ziele?
„Die Innenstadt als zentraler Identifikationsort wird noch stärker verteidigt werden müs-sen.“(E. Merk nach C. Krügel)
Dazu muss sich der Stadtrat und die Stadtverwaltung von den Leitlinien zu Richtlinien bewegen. Das Planungsreferat definiert: „Stadtplanung geschieht zur geordneten Entwicklung des Stadtgebietes im Interesse der Bürger und Bürgerinnen.“ Dieses Interesse muss für das „Herz der Stadt“ mobilisiert bzw. gefördert werden. Ansätze der Anteilnahme bis hin zur Identifikation zeigten und zeigen sich z.B. in den Reaktionen auf die Gestaltung des Marienhofes, dem Auszug vom Hugendubel am Marienplatz oder an dem Bedauern über die Gleichförmigkeit im Einzelhandel und dessen Gentrifizierung.
Der Traum ist: Immobilienbesitzer und –Händler werden zu Mäzenaten in der Stadt und sind nicht Stifter von kleinen Holzhäuschen für das Münchner Stadtmodell.

Was ist der Weg?
Bezogen auf die Aussage von Merk, schreibt Krügel im letzten Satz seines oben zitierten Artikels: „Aber mit welchem Ziel? Und vor allem: mit welchen Waffen?“
Es ist die Aufgabe des Münchner Forums, wie der Namen schon sagt, Foren zu organisieren. Dabei geht es darum, Themen zu setzen und Einfluss auszuüben. Womit kann dies erreicht werden? Hier reicht nicht die Form des einstündigen Vortrags mit 40 Minuten Dis-kussion.
Um öffentlich wirksam zu werden, sind Aktionen, Aufführungen, Ausstellungen notwendig.
Dabei gilt es, medienwirksame Verbündete zu suchen.

Bildquellen

  • AK Innenstadt: Sträter

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  1. Public! Die Stadt und ihre Bibliotheken

    23. Februar 2017 | 10:00 - 20:00
  2. Arbeitskreissitzung: Attraktiver Nahverkehr

    23. Februar 2017 | 18:30