„Die Isar in München: Eine Lebensader“

Eine Dokumentation zum Gewässerschutz aus dem Jahr 1984.

Der Weltwassertag am 22. März 2017 steht unter dem von der UNESCO gewählten Thema „Abwasser“. Um das heutige hohe Niveau Münchens im Bereich der Abwasserbeseitigung zu unterstreichen, stellt das Münchner Forum e.V. diese Dokumentation aus dem Jahr 1984, in der die sog. Regenauslässe der Münchner Kanalisation im Mittelpunkt stehen, ins Netz.

Dieser vor über dreißig Jahren mit einfachsten Mitteln aufgenommene Videofilm zeigt den damaligen Handlungsbedarf auf und ist zugleich ein Dokument frühen bürgerschaftlichen Engagements für die Isar.
Die Bildqualität ist durch den Alterungsprozess des Videomaterials bedingt.

Im Jahr 2017 kann konstatiert werden:
Die Isar in München ist durch gewaltige Anstrengungen wieder zu einem lebendigen Fluss geworden. Die sog. Renaturierung hat einen urbanen Erholungsraum geschaffen, der weltweit als Best-Practise anerkannt ist. Durch den vom Stadtrat 1980 beschlossenen Generalentwässerungsplan, der im Planungszeitraum von 1980 – 2020 ein Investitionsvolumen von vier Milliarden DM vorsah, wurde die Münchner Abwassersituation in einem enormen finanziellen Kraftakt beispielhaft verbessert.

Heute hat die Isar in München das hohe Niveau eines Badegewässers im Sinne der EU-Vorschriften erlangt. Die Anpassung der städtischen Bade- und Bootsverordnung mit der Aufhebung der obsolet gewordenen Verbote ist im Jahr 2017 überfällig. Dies gilt insbesondere für den Bereich des Stadtgebiets nördlich des Oberföhringer Wehrs, begrenzt im Westen durch den Englischen Garten, im Osten durch das städtische Erholungsgebiet der Isarinsel Oberföhring.

Handlungsbedarf im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) besteht noch für das Stammbett der Isar zwischen dem Wehr in Großhesselohe und der Wiedereinleitung des Großen Stadtbachs („Werkkanal“) an der Braunauer Eisenbahnbrücke.

Die Stadtwerke München tragen für diesen Bereich des Stammbetts der Isar, der sog. Ausleitungsstrecke, die ökonomische und ökologische Verantwortung, bedingt durch die Ausleitung von 80 – 90 cbm/s in den Werkkanal.

In diesem Bereich des Stammbetts der Isar ist die Durchgängigkeit für die Fischwanderung im Sinne der EU-WRRL herzustellen.
Die hierfür notwendigen, rechtsverbindlichen Auflagen sind im anhängigen wasserrechtlichen Verfahren für das Isarwerk III, dessen Konzession bereits zum 31. Dezember 2011 ausgelaufen ist, durch die Genehmigungsbehörde (Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München) festzusetzen.

Klaus Bäumler: Idee – Recherche – Text – Regie
Kamera: Michael Scheitinger, Samuel Kress
Schnitt: Peter Appelt, Andrea Gramann
Eine Dokumentation der Umweltgruppe in der Deutschen Akademie für Psychoanalyse (DAP)

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