Standpunkte 12.2016/01.2017: Armut in der Stadt

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Liebe Leserin, lieber Leser,
das Selbstbild Münchens lebt von seiner glitzernden, sauberen Fassade, die von wirtschaftlichem Erfolg und Wohlstand allenthalben kündet – und wie ein Magnet wirkt auf alle, die nach einem besseren Auskommen streben. Doch das Wohlstandsversprechen gilt nur für wenige, hinter der funkelnden Fassade verbergen sich auch alle Anzeichen einer Abstiegsgesellschaft: jede fünfte Münchner Einwohnerin und Einwohner gilt als arm oder von Armut akut bedroht. Wer einmal in die Abwärtsspirale geraten ist, kommt da kaum mehr raus. Und in einer Stadt, deren Lebenshaltungskosten, getrieben von den außer Rand und Band geratenen Boden- und Mietpreisen, mehr als 60 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen, greift Armut besonders hart zu. In unserem Schwerpunktheft fragen wir nach Ursachen, stellen dar, wie in München Armut ermittelt wird, fragen die Sozialreferentin nach politischen Maßnahmen und stellen Beispiele vor, wie Armut für Betroffene in München erträglicher gemacht und bekämpft wird. – Zudem beschäftigen wir uns auch in dieser Standp unkte-Doppelausgabe Dezember/Januar mit dem Projekt „Alte Akademie“ in der Innenstadt, diesmal geht es um den Erhalt der Arkaden.
Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern frohe und erholsame Feiertage und hoffen auf ein Wiederlesen im Neuen Jahr, in dem, so lässt sich vermuten, die Themen, die nach kritischer Betrachtung und Kommentierung verlangen, nicht ausgehen werden.

Detlev Sträter
1.Vorsitzender des Programmausschusses des Münchner Forums

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Kommende Veranstaltungen

  1. Public! Die Stadt und ihre Bibliotheken

    23. Februar 2017 | 10:00 - 20:00
  2. Arbeitskreissitzung: Attraktiver Nahverkehr

    23. Februar 2017 | 18:30